Ralph Giordano, einer der prominentesten Kritiker des Moschee-Neubaus in Köln, hat nun nach seinen Äußerungen, u.a. dem Vergleich Burka-tragender Frauen mit “menschlichen Pinguinen”, zum ersten Mal in seinem Leben Bekanntschaft mit der islamischen Toleranz gemacht: er bekam die ersten Morddrohungen per Telefon. Bisher, so der 84-jährige jüdische Schriftsteller, kamen die zahlreichen Drohungen, die er in seinem Leben erhalten hatte, immer nur aus dem rechtsextremen Umfeld. Ironischerweise wurde gerade er, der als einer der wenigen Juden die Hölle von Auschwitz überlebt hatte, selbst vor einigen Tagen von einer Zeitung als rechtsextrem (!) bezeichnet - willkommen in Absurdistan! Dass jegliche Kritik am Islam und seinen Anmaßungen - und was anderes sonst ist denn diese geplante Riesenmoschee, die die Mehrheit der Bevölkerung dort ablehnt - zu diesen Reaktionen führt in unserem Land, ist aber leider mittlerweile keine Seltenheit mehr. Man wünschte sich, mehr Politiker hätten halb soviel Rückgrat wie er und würden ihn öffentlich unterstützen und in Schutz nehmen.
PS: Falls mein im Artikel erwähnter und sehr geschätzter (Vor)namensvetter hier zufällig mitlesen sollte - ok, die Wahrscheinlichkeit dafür konvergiert wohl leider gegen Null - : Also ich fand Ihren Vergleich mit den Pinguinen überaus witzig und gar nicht so abwegig - aber ein paar kleine Details haben sie übersehen: Pinguine sind nämlich nicht so schnell beleidigt, organisieren keine Massenproteste vor der Küste von Feuerland und sind zudem äußerst begabte Schwimmer.
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