Als wir heute hörten, dass auch die letzten südkoreanischen Geiseln (bzw. Geiselinnen müsste man fast sagen, denn es waren alles Frauen) aus der Taliban-Gefangenschaft freigekommen sind, waren natürlich auch wir zunächst mal darüber erleichtert und froh, dass die “good news” (s. vorhergehender Artikel) doch eingetreten sind. Weniger froh machen einen da aber schon die Umstände, unter denen das scheinbar geschah: Südkorea`s Zugeständnisse an die Steinzeit-Kidnapper stimmen bedenklich, und wenn es wahr sein sollte, dass Millionensummen geflossen sind, dann umso mehr. Es ist einfach für ein souveränes, demokratisches Land nicht hinnehmbar, mit Terroristen zu verhandeln und auf deren Forderungen einzugehen, selbst wenn die Zusicherungen nur für die Zukunft gemacht werden! Denn wie stark und mächtig sich die Taliban nun fühlen werden, und wie die Entführungsfälle nun aus dem Boden sprießen werden wie junges Gemüse, mag man sich kaum ausmalen.
Das einzig Richtige, was Südkorea nun noch tun könnte (aber vermutlich nicht tun wird), ist: den Halsabschneidern ne lange Nase zeigen und weder Truppen noch Missionsarbeiter abziehen, sondern erst recht verstärken. Den Taliban zeigen, dass wir die Taquiya genauso beherrschen wie sie! Sie für die Erschießung der zwei (männlichen) Geißeln dadurch so gut wie eben möglich “bestrafen”! Natürlich werden diese dann wieder reagieren und noch mehr Leute entführen, aber das werden sie aus lukrativen Gründen nun sowieso tun. Die Einbahnstraßen-Situation ist also eh schon geschaffen worden, nun gälte es, Stärke zu demonstrieren. Ansonsten ist dies heute für Afghanistan kein Tag der Freude, eher ein Tag der Trauer! Ein Tag der Trauer ist es sowieso für die Angehörigen der zwei christlichen Mitarbeiter, deren sinnlosen Tod wir nicht vergessen dürfen!
Sind wir eigentlich die einzigen, denen es auffällt ? Gestern platzte mitten in die Trauerfeier für die in Afghanistan getöteten deutschen Polizisten die Meldung, dass eine deutsche Frau, die - wohlgemerkt - für eine christliche Hilfsorganisation (ora) arbeitete, entführt worden war. Und prompt poppten gleich Aussagen wie “es soll sich bei den Entführern nicht um Taliban, sondern um Kriminelle gehandelt haben” über die Ticker…Hallo ? Wer einigermaßen logisch denken kann, wird doch zugeben müssen, dass es sich bei “Taliban” nur um eine Untermenge der Menge “Krimineller” handeln kann, sowie der Begriff “Gotteskrieger” eine Unterkategorie von “Mörder gleichwelcher Motivation” darstellt. Durch diese mit chirurgischer Präzision geführte Sprachdifferenzierung wird jedoch hierzulande der Eindruck erweckt, die Taliban seien weit davon entfernt, gewöhnliche Kriminelle zu sein - nein, sie haben ja höhere, geistige, religiöse und politische Ziele. Dabei sind sie doch in Wahrheit nichts als eine genauso tief stehende, skrupellose Killerbande, die ihre fadenscheinigen Begründungen für Anschläge und Entführungen aus der islamischen Ideologisierung zieht - killing in the name of… lässt grüssen.
Das Thema Afrika und die ideologische Auseinandersetzung mit der “religion of peace” dort ist schon seit Jahren ein Problemfeld mit riesigen Auswirkungen auf die Stabilität der Region und den globalen Kampf um die Einhaltung der Menschenrechte. Das, was im Sudan geschieht und das unvorstellbare Leiden der Menschen und Flüchtlinge dort, wird zwar mittlerweile - gelegentlich - in den Nachrichten behandelt, aber selten wird der Fokus auf die Grundlagen des Problems der Vertreibungen und Misshandlungen gelegt: die arabischen Reitermilizen. Dies tut der
Jeder, der die Verhältnisse in der Levante bzw. in von Despoten regierten Regimen in Afrika kennt, hatte ja schon immer an der vermeintlichen Schuld der bulgarischen Krankenschwestern im AIDS-Streit mit Libyen zweifeln müssen. Nun lässt Diktator Gaddafis Sohn endgültig
Die Praxis der Hinrichtungen von politisch unliebsamen Gegnern, Regimefeinden, Kritikern und wegen Verbrechen zum Tode Verurteilten wird im Iran immer intensiver und öffentlicher: mittlerweile sind die Steinigungen und das leidensverlängernde Aufhängen an Kränen zu Massenschauspielen für den wütenden Mob geworden, aber wo bleibt der Aufschrei im Westen ? Kritik an der Todesstrafe wird immer nur dann geübt, wenn man die USA an den Pranger stellen will, der Iran wird in der westlichen Presse hingegen in dieser Hinsicht verhätschelt. Eine löbliche Ausnahme und ein sehr empfehlenswerter Artikel zu diesem Thema liefert nun überraschenderweise die online-Ausgabe der WELT. Unbedingt
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