Namensforschung : nomen est omen!

Namen sind Schall und Rauch ? Mitnichten ! Wie heute auf spiegel.online zu lesen ist, gibt es durchaus Unterschiede in dem was man über sein Gegenüber denkt, die von dessen Vornamen abhängen. Unser Gehirn bilde sich demnach blitzschnell und quasi unterbewusst ein Urteil über den anderen anhand dessen Namen. Z.B. schätzt man durchaus ziemlich gut ab, wie oft ein Name in den einzelnen Altersschichten vertreten ist und gelangt so zu einem Urteil über Alter, aber auch Intelligenz und Attraktivität des Gegenübers. Untersucht wurde das Ganze in Studien an Probanden, die lediglich anhand eines vorgelegten Namens Einschätzungen dieses Menschen vornehmen sollten. Uwe ist demnach ein im Moment eher ungünstig eingestufter Männername, der auch folgerichtig nicht mehr sehr häufig vergeben wird. Eher interssant fände ich die Feststellung, was denn die heutzutage häufiger vergebenen Kinder-Namen wie Leonie, Lea, Niklas, Mia, Yannik usw. in ein paar Jahren für Reaktionen hervorrufen werden. „So, das ist der Yannik, leitender CEO der Sparte Transaktions-Managment“ klingt für heutige Ohren eher belustigend. Aber wer weiß, wahrscheinlich ändert sich der subjektive Eindruck eines Kindernames dann, wenn erstmal ganze Geschäftsabteilungen von lauter Cedriks, Yanniks und Annikas geleitet werden. Jedoch ist laut Aussagen der Studie zufolge der Trend festzustellen, dass die Verteilungs-wahrscheinlichkeit häufiger Namen in einer bestimmten Schicht abnimmt, d.h. kurz gesagt, dass Namen für den Nachwuchs heute viel individueller, bewußter und vielfältiger ausgewählt werden. Eine ganze Generation mit Franzs und Peters wie in der Nachkriegszeit wird es demnach wohl in fernerer Zukunft nicht mehr geben. Das beliebte Schulklassenritual der Durchnummerierung der Christians und Martins wird dann wohl auch leider entfallen müssen. Dagegen wird es dann wohl schwerer werden, sich die Namen zu merken oder korrekt zu intonieren (s. Amelié, Sören, Torben & Co.) Und etwas tröstliches bietet der Artikel auch noch als Schlussbonbon : schließlich würden sich der Klangeffekt oder die persönlichen Vorurteile gegenüber einem Namen bei Betrachten des dazugehörigen Fotos oder „Real-Life“-Menschen oft relativieren. Na, wer hätte d a s gedacht….

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