Archiv für November 2006

Wenn einer eine Reise tut,… (II)

Spitzenforschung

Auch keine geringe Reise hinter sich hatte dieser stählerne Koloss heute : es handelt sich dabei um einen Behälter zur Erzeugung extremst hochfeinen Vakuums, wie es z.B. unter Weltraumbedingungen herrscht, gedacht zur Untersuchung der Masse von Neutrino-Teilchen. Der an einen Zeppelin erinnernde Behälter wurde im bayrischen Deggendorf gefertigt und war für das Forschungszentrum Karlsruhe bestimmt gewesen. Kurios ist allerdings der Reiseweg des Ungetüms, das zu groß war für den Transport auf der Brücken-gespickten Donau und zu schwer für einen längeren Landweg: kurzerhand wurde es auf eine 8.800 km (!) lange Reise geschickt, einschließlich Transport per Schiff über das gesamte Mittelmeer (s. Grafik auf der Seite des SWR)

http://www.swr.de/-/id=1765124/property=zoom/width=400/height=300/g78d5j/index.jpg

Na, wenn das mal keine Spitzenforschung wird…

Wenn einer eine Reise tut,…. (I)

Deutsche BahnWer an diesem Wochenende versucht, mit der Deutschen Bahn nach Heidelberg, der beschaulichen Stadt am Neckar, zu reisen, wird sein blaues Wunder erleben – oder besser gesagt, sein rot-weiß gestreiftes. Nicht nur dass Heidelberg bis einschließlich Montag Nacht wegen Bauarbeiten an der A5 (Vollsperrung) nur über Umwege zu erreichen sein wird, nein – auch die Deutsche Bahn hat den Termin exzellent gewählt, um just an diesem Wochenende ihr neues elektronisches Stellwerk einzurichten – inklusive Vollsperrung des Heidelberger Hauptbahnhofes, versteht sich. Aber alles kein Problem für die DB, die Umleitung der Fernzügeüber Schwetzingen, einem Vorort, läuft, und auch ein Schienenersatzverkehr bis Heidelberg ist eingerichtet. Das kleine Detail, das einem dabei unterschlagen wird, ist : will man aus Heidelberg, wieder aller Erwartungen, hinaus (trotz dass es da so schön ist) und nach Norden fahren, muss man ja nun – beispielsweise – von Schwetzingen aus den IC nehmen. Und Schwetzingen liegt ja etwas südlicher als Heidelberg, ergo : der Fahrpreis erhöht sich automatisch, zumindest für die Bahnautomaten-Nutzer unter uns. Das mögen zwar für den einzelnen ein paar verschmerzbare Euros sein, für die Bahn ist es allerdings sicherlich eine schöne Nebeneinnahmequelle. Auf Kulanz kann der Bahnkunde allenfalls hoffen, versprechen braucht man sich davon allerdings wenig, obwohl es trotz der längeren Fahrstrecke ja nicht die Schuld des Kunden sein kann, wenn der Bahnhof eines der beliebtesten Touristenstädte in Deutschland für 2 Tage zugemacht wird. Ein Schelm, wer dabei denkt, wie man wohl in Zukunft neue Stellwerke finanzieren wird…..

Vermeintliche Erleichterung in Deutschland

Nach dem verhinderten Terroranschlag am Flughafen Frankfurt a. M. beruhigen sich die Gemüter hier zu Lande wieder langsam und Erleichterung trifft alle, mal wieder davon gekommen zu sein. Aber der Schein trügt! Nur knapp zwei Tage nach Bekanntwerden eines weiteren Terrorplanes in Deutschland mit islamischen Hintergrund…oder sollte ich vielleicht lieber islamistisch sagen, ist die Fast-Katastrophe mit womöglich hunderten von Toten und Verletzten nicht mehr in aller Munde. Die seit dem 11. September von der Polizei zu Dutzenden verhinderten Terroranschläge in Deutschland, geben Grund zur Sorge und untermauern einmal mehr das stetige Bemühen islamischer Extremisten, auch hier zu Lande ein Blutbad anzurichten. Was tun dagegen? Mehr Moscheen bauen lassen, damit noch mehr potentielle Hassprediger Raum zum operieren bekommen? Islamunterricht einführen, damit eine Ideologie mit riesigem Gewaltpotential nun massenhaft legalisiert wird und an Schüler weitergegeben wird? Noch mehr Immigranten aus islamisch geprägten Ländern kommen lassen, die sich nicht integrieren wollen und den örtlichem Imam als Bürgermeister sehen? Islamische Fundamentalisten werden sich unaufhörlich an die„moderaten“ Muslime wenden und ihnen ihre Verantwortung für den Heiligen Krieg im Namen Allahs einreden. So geschah es auch… Weiterlesen ‚Vermeintliche Erleichterung in Deutschland‘

Armutszeugnis unserer Generation

EgoshooterMan will fast dazu neigen zu sagen: „das hätte auch ganz böse ausgehen können“ und scheint irgendwie darüber erleichtert, dass es keine Toten zu beklagen gab, als mal wieder ein jugendlicher Schüler Monitor und Maus mit seiner Schule verwechselte. Der Amoklauf von ? ist aber ein Armutszeugnis für diese Generation. Völlig entsetzt fragen sich Eltern, Freunde und Angehörige des Amokläufers: „Wie konnte das nur passieren?“. Stimmt! Wie kann das nur passieren, dass jemand, der täglich stundenlang dutzende Cyborgs in die virtuellen Jagdgründe schießt, so wird? Ist doch wie DSDS: man sieht und hört Teenies, dass man fast Ohrenkrebs bekommt und denkt sich, ich kann es noch schlimmer! „The root of evil…“ sind an sich aber nicht die Computerspiele, sondern der triste und isolierte Familienalltag in deutschen 1,6 Geburtenraten – Familien. Eltern nehmen sich immer weniger Zeit für ihre Kinder und richten den Kids ein gemütliches Heim mit PC, Telefon, Fernsehen und Stereoanlage ein. Ein extra großes Bett gibt’s gratis dazu, falls der Sohnemann mal ne Pause vom Egoshootern braucht und er seine Kanone auf die Freundin, die auf einen Quickie kurz zu Besuch kommt, richten will. Fakt ist, dass sich Jugendliche, insbesondere die Herren der Schöpfung, in ihren Zimmern vorm PC isolieren. Gegessen wird aufm Zimmer, telefoniert wird aufm Zimmer, ge***** wird aufm Zimmer und die gemeinsame Zeit mit der Familie bleibt auf der Strecke. Kommen dann schließlich noch Probleme mit den Mitmenschen hinzu, was aus dem Isolations-Dasein resultiert, greifen Jugendliche auf die Art von Konfliktbewältigung zurück, die sie aus ihrer virtuellen Welt kennen. Eine andere Art von Umgang mit Menschen kennen sie nicht, da sie ihre Dialogfähigkeit meist schon verloren haben und ihnen die ethischen Werte unseres christlichen Abendlandes fremd sind. Es scheint kaum ein Zufall zu sein, dass die Täter immer wieder aus dem gleichen Hintergrund kommen. Ein „Jugend musiziert“ oder „Jugend forscht“ Preisträger ist eher selten unter den Tätern. Die Hobbys der meisten Jugendlichen, ob Mädels oder Jungs, beschränken sich auf Telefonieren, Shoppen, Party machen, Ausgehen und PC Spielen. Bei dieser hochintellektuellen Beschäftigungsweise bauen sich die Kids ihr eigenes oder gar kein zwischenmenschliches Umfeld auf. Sie werden intellektuell nicht herausgefordert und entwickeln eine, im wahrsten Sinn des Wortes, Urbrutalität gegenüber ihren Mitmenschen. Angesichts der Zunahme dieses Trends und den fatalen Erziehungsfehlern kann man leider nur sagen: „Tschüss und bis zum nächsten Mal.“

gt, 22. November 06

Terroristen am Flughafen: Deutschland, ein Sommeralbtraum

El AlNa, jetzt haben die beiden Kofferbomber vom Sommer ja schließlich doch noch Gesellschaft bekommen.Und was für eine schwerkalibrige : wie diverse Medien (s. Links) melden, sollen mehrere Terroristen versucht haben, über die Gepäckabfertigung in Frankfurt am Main eine Kofferbombe an Bord einer El Al Maschine zu schmuggeln. „Die Welt“ – online – schreibt dazu:

Frankfurt – Nach Informationen von WELT.de hat eine Gruppe mit islamistischem Hintergrund den Anschlag geplant. Danach handelte es sich um eine Maschine der israelischen Fluggesellschaft El Al, in die auf dem Flughafen Franfurt am Main ein Bombenkoffer geschmuggelt werden sollte.

Es heisst zwar immer noch Frankfurt am Main, aber wie auch immer, sonderlich originell mutet die Idee mit dem Bombenkoffer auf den ersten Blick zunächst nicht an.

Mittelsmann soll ein Fraport-Mitarbeiter gewesen sein.

Das jedoch gibt zu Bedenken Anlass. Ein Fall für die Gleichstellungbeauftragte der Bundesregierung. Wahrscheinlich gibt es ihrer Ansicht nach immer noch zu wenig Muslime in sicherheitskritischen Beschäftigungsfeldern. Und was bleibt so einem armen, unterbezahlten Gepäckabfertiger auch anderes übrig, als sich seinen kargen Lebensunterhalt durch ein kleines feines Zubrot etwas aufzupäppeln ?

Den Sicherheitskreisen zufolge wird nicht ausgeschlossen, dass der Anschlag während der Fußball-Weltmeisterschaft (9. Juni bis 9. Juli 2006) geplant worden war.

Deutschland, ein Sommermärchen ? Deutschland, ein Sommeralbtraum, wenn noch ein paar so Meldungen sich bewahrheiten… Weiterlesen ‚Terroristen am Flughafen: Deutschland, ein Sommeralbtraum‘

Doppelmoral und Heuchelei!

soldierMan sollte meinen, dass Journalisten geschulte Menschen sind, wenn es darum geht, sich nicht ausnutzen zu lassen. Die Westeuropäischen Medien tragen in diesem Punkt, wie man in der Welt des Sports zu sagen pflegt, die rote Laterne. Der Internet-Nachrichtenbetreiber Spiegel-Online ist, als meist gelesener Onlineberichterstatter Deutschlands, Sinnbild dafür. Spiegel-Online berichtete heute gleich in der Headline von der Entführung von ca. 150 schiitischen Regierungsmitarbeitern im Bildungsministerium, die von „Terroristen“ entführt wurden, drei seien bereits frei. Dass es sich hier, wie immer, um islamische Terroristen handelt, wird nicht erwähnt…es könnte sich ja auch um buddhistische, taoistische oder christliche handeln. Dick Schlagzeile wird dann, wie jeden Tag, gegen die US Truppen gemacht, denen im Irak ein Massaker vorgeworfen wird. Die patzig arbeitenden Medien hierzulande beachten nur ein Ziel: Antiamerikanismus um jeden Preis! Weiterlesen ‚Doppelmoral und Heuchelei!‘

+ + + Rumsfeld zurückgetreten! + + +

RumsfeldGerade bei CNN zu sehen: Präsident Bush gibt den Rücktritt Donald Rumsfelds als Verteidigungsminister bekannt! Sein Nachfolger wird Ex-CIA-Direktor Robert Gates werden. Bush lobte ausdrücklich die Verdienste Rumsfelds und sprach von „adjusting strategies“. Das wird natürlich Wasser auf die Mühlen der deutschen Medien sein, man hört es schon förmlich im Blätterwald rauschen. Ob aber nun wirklich ein Strategiewechsel in der Irakfrage eingeleitet wird, ist offensichtlich noch nicht klar. Außerdem scheint es bei der Pressekonferenz ziemlich lustig zuzugehen : Bush beantwortet gerade Reporter-Nachfragen und das mit einigem Humor („I don`t came to Washington just to occupy the office“), angesichts der Situation schon beachtlich. Aber ich kann mir schon denken, wie das morgen in den Zeitungen aussehen wird. Das Wort „Debakel“ wird darin höchst wahrscheinlich gehäuft vorkommen.

Film-Review : Marie Antoinette

Marie AntoinetteDies ist so einer dieser Filme, wo man zunächst nur zögerlich hingeht : „Na ja, das wird wohl ein weiterer dieser Kitsch- und Kostümfilme sein, gespickt mit Tränen und Herzschmerz“, so in etwa könnte man auch mein Vorurteil dem Film gegenüber beschreiben. Jedoch, weit gefehlt. Für das optische Feuerwerk, das Starregisseurin Sofia Coppola in dem Film über das Leben der französischen Königin Marie Antoinette abbrennt, gibt es nur eine Bezeichnung, die all das Geschehen auf der Leinwand treffend umschreibt : Opulenz. Opulenz in den fantastisch dekorierten Bildern, Opulenz in den prächtig ausstaffierten Akteuren und auch Opulenz in der Musik, die zwar in modernem Gewand (Songs von „New Order“, „The Cure“ …) daherkommt, sich aber sehr wirkungsmächtig präsentiert und allgegenwärtig ist. Durchgängig wird dabei in dem Film fast ausschließlich nur das Leben am französischen Hof gezeigt (inklusive Völlerei, Prunk, Langeweile und Intrigen) – die bittere Realität der damals völlig verarmten nicht-adeligen Stände wird ausgeklammert. Kritiker werden dies dem Film zum Vorwurf machen, sie werden argumentieren, der Film sei nichts als Staffage und verarmt an Handlung. Aber so einfach ist es nicht: Gerade weil Coppola diesen subjektiven Ansatz, diese Milieustudie, bewußt wählte, bekommt der Film etwas eigentümlich Einzigartiges, eine andere Sicht der Dinge, die man so noch nicht gesehen hat. Weiterlesen ‚Film-Review : Marie Antoinette‘

Die Russen kommen!!!

FussballAber diesmal nicht mit Stalinorgeln, sondern mit Milliardären, die europäische Fußballvereine kübelweise aufkaufen. Das Beuteschema funktioniert wie folgt: Russische Erdöl- oder Gaskonzernmilliardäre kaufen mittelmäßige Fußballvereine auf und leisten sich vom Resttaschengeld so eben mal einen neuen Kader, der nicht selten mit Namen wie Ballack, Owen usw. bestückt ist. Vorteil bei einer Investition in solche Vereine wie Chelsea London ist, dass man nachdem man freundlicherweise das Banking im Verein übernommen hat sich schwups zum Vereins-Zaren hoch schwingt, weil dort keine mächtigen Aufsichträte mit Namen wie Beckenbauer und Co. ihr Reich fest im Griff haben. Jüngstes Opfer sind die Königsblauen von Schalke 04. Nachdem Gasprom bei den Königsblauen eingestiegen ist, wird der Vorzeigeverein aus dem Ruhrpott womöglich zum neuen deutschen Vorzeigeverein mutieren.Doch haben die neuen Zarenreiche genug Potential einer Revolution (diesmal) standzuhalten?Immerhin hängen nun namenhafte Traditionsvereine am seidenen Faden, wie eine Munition im Revolvertrommel, angelegt an der Schläfe ihrer eigenen Existenz: bleibt nämlich irgendwann der Geldregen von den Multis aus, werden die dekadenten und hoch bezahlten Superstars kaum zu halten sein und auf die schnelle keine Mannschaft vorhanden sein, um den Verein nicht ins Chaos stürzen zu lassen. Das Vermögen der Geldgeber steht nämlich nicht selten auf sehr wackligen „Ölplattformen“. Viele von Russlands Milliardären, sind auf eher dubiose Art und Weise zu ihrem Vermögen gekommen. Letztes namenhaftes Beispiel war der Besitzer des Unternehmens Jukos. Was also tun gegen die Einkaufspolitik aus dem Osten? Am besten Herrn Schröder fragen. Der kennt sich im Land der „lupenreinen Demokratie“ bereits bestens aus. Schnell wird er darlegen, dass man den Investoren ruhig trauen kann. Schließlich hat er gute Erfahrungen mit russischen Konzernen gemacht. Nach seiner zweiten Amtszeit, bekam er wie geplant eine neue Arbeit zum Broterwerb im Ausland,…um die fragile Arbeitsmarktsituation in Deutschland nicht auch noch unnötig zu belasten. Hat ja geklappt, wie man sieht: Die Arbeitslosenquote sinkt! Auf die Russen ist eben Verlass!

gt, 7. November 06

Saddam…no bad deed goes unpunished…

SaddamHier ist es nun, das Ende mit Schrecken, Schrecken natürlich nur für den Verurteilten : Todesurteil für den Ex-Diktator Saddam Hussein! Die einen, die von seinen Folter-Missetaten und grausamen ethnischen Säuberungen direkt oder indirekt Betroffenen und Angehörigen würden heute wohl die Sektkorken knallen lassen, wenn sie denn dürften. Die anderen, seine Anhänger und versteckten politischen Mitläufer oder Sympathisanten waren wohl nicht allzu erfreut, müssen sie in ihm doch ein Symbol bzw. Stellvertreter dafür sehen, dass auch sie dort vor dem Tribunal hätten stehen können. Dass Saddam heute vor dem Tribunal noch einmal den Glaubens-Joker zog, von wegen mit dem Koran wedeln und „Allahu akbar“ rufen und so, machte ihn eigentlich dann schon wieder fast bemitleidenswert. Ich meine mich auch zu erinnern (Entschuldigung, Joschka), dass ich hier in der westlichen Presse mehr als einmal das Argument gehört habe, der Krieg Amerikas gegen Saddam hätte den Falschen getroffen, weil dieser ja säkular sei und von Islam und Al-Quaida und überhaupt ja keine Ahnung und nichts damit zu tun hätte. Das passt ja nun überhaupt nicht zusammen – oder vielleicht kam sein Glaube während seines Hungerstreiks auf, als er ahnte, dass das Unvermeindliche wohl diesmal wirklich unvermeindlich auf ihn zukam. Die späte Einsicht, das späte „Memento mori“! Nun will ich hier eigentlich überhaupt nicht das Verdikt der Todesstrafe preisen, denn… Weiterlesen ‚Saddam…no bad deed goes unpunished…‘


Zitat der Woche

All the great things are simple, and many can be expressed in a single word: freedom, justice, honor, duty, mercy, hope. (Winston Churchill)

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