Wehe wenn sie losgelassen…Redakteure von SpOn

America votes

Was ist bloß los bei Spiegel Online ? „Bubba-Jagd im Republikaner-Revier“, „Irak-Desaster stürzt Bush ins Rekordtief“, „US-Militär sieht Irak vor totalem Kollaps“, die Schlagzeilen der letzten Tage (und hier sind nur einige zitiert) überbieten sich gegenseitig in Häme und Schmutztiraden. Ok, liebe Leute bei Spiegel Online, dass ihr keine Freunde der Republikaner seit, ist und war auch noch nie zu übersehen, aber die Rhetorik von einem „totalen XXX“ hatten wir doch schonmal hier in Deutschland, erinnert ihr euch (kleine Hilfe : ersetzt mal „Kollaps“ durch ein anderes Wort mit „K…“) ? Und das wollt ihr doch nicht wieder aufleben lasssen, nein sicher nicht. Und der Begriff „Rekordtief“, dachte bisher, den kennen nur Hardcore-Wetterexperten, wenn ein neues Rekordtief mal wieder kräftigen Regen übers Land bringt…Auch die Tatsache, dass Republikaner als bevorzugte ökologische Nische – unter Anwendung des Prinzips der Rudelbildung – jetzt nur noch in speziellen Revieren anzutreffen sind, war mir so auch noch nicht bewußt…Also da muss ja jemand in der Redaktion einen ganz schönen Hals auf die da drüben, über dem großen Teich, haben. So wie die Republikaner schlecht geredet werden, dürften sie bei der diesjährigen Wahl sich freuen, wenn sie nicht auf eine Negativskala bei den Stimmenanteilen kommen. Dass die Umfragewerte nicht blendend aussehen, ist mir dabei wohlbewusst, nur hat ja z. B Kerry – ja, der Kerry – gerade in den letzten Tagen für einen unerwarteten „Oops, I did it again“ Effekt gesorgt, als er wieder mal im Vorfeld von Wahlen negative Schlagzeilen machte und nun als Democrats-Unterstützer sein Handtuch werfen musste. Spiegel Online hat zwar dankenswerterweise auch darüber berichtet, konnte es sich aber auch in diesem Artikel nicht verkneifen, die Kampagne der Republicans als „Schmutzkampagne“ zu etikettieren. So bleibt auch an dieser Stelle nur der wohlmeinende Rat an die unausgelasteten Redakteure bei SpOn : falls ihr mal – so zwischen der Zigaretten- und der Kaffeepause etwa – ein bisschen Zeit habt, bringt doch mal lieber Sachartikel über die Prinzipien des amerikanischen Wahlsystems, oder einen geschichtlichen Abriss über Wahlausgänge bei Kongresswahlen im 20. Jahrhundert, als so einen Bildzeitungs-Stil dem unbedarften Old European als Nachrichten verkaufen zu wollen.

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