Doppelmoral und Heuchelei!

soldierMan sollte meinen, dass Journalisten geschulte Menschen sind, wenn es darum geht, sich nicht ausnutzen zu lassen. Die Westeuropäischen Medien tragen in diesem Punkt, wie man in der Welt des Sports zu sagen pflegt, die rote Laterne. Der Internet-Nachrichtenbetreiber Spiegel-Online ist, als meist gelesener Onlineberichterstatter Deutschlands, Sinnbild dafür. Spiegel-Online berichtete heute gleich in der Headline von der Entführung von ca. 150 schiitischen Regierungsmitarbeitern im Bildungsministerium, die von „Terroristen“ entführt wurden, drei seien bereits frei. Dass es sich hier, wie immer, um islamische Terroristen handelt, wird nicht erwähnt…es könnte sich ja auch um buddhistische, taoistische oder christliche handeln. Dick Schlagzeile wird dann, wie jeden Tag, gegen die US Truppen gemacht, denen im Irak ein Massaker vorgeworfen wird. Die patzig arbeitenden Medien hierzulande beachten nur ein Ziel: Antiamerikanismus um jeden Preis! Von fast täglichen Selbstmordanschlägen, Morden an Christen und sonstigen Andersgläubigen und von täglich über 50 gefunden Leichen (allein in Bagdad!) wird oftmals nur am Rande oder gar nicht berichtet. Was islamische Fundamentalisten, auch durch kräftige Mithilfe ihrer Medien in ihren Ländern, ihrer Bevölkerung vorbeten ist Hass gegen den Westen, der an ihrem Leid und ihrer Rückständigkeit schuldig sei. „Death to America“, „Death to Israel“ und „Death to wer sonst gerade auf der Abschussliste steht“, sind die Standardparolen der geistigen Führer. Durch die einseitige Berichterstattung füttern die westeuropäischen Medien diese Hassideologie und stilisieren sie zur massenfähigen Wahrheit hoch. Hass gegen Amerika ist ja auch hier zu Lande weit verbreitet und das liegt ausnahmsweise nicht an den unaufhörlich steigenden Einwohnerzahlen islamischer Herkunft. Die Amerika-Hetze ist in Wahrheit alle höchste Heuchelei und Doppelmoral: Immer wieder wird behauptet, was Deutschland alles besser machen würde im Irak. Erst den Schwanz einziehen und sich dann über die lustig machen, die ein Problem anpacken. Es ist offensichtlich, dass das amerikanische Konzept für den Aufbau eines halbwegs demokratischen Iraks große Lücken aufweist und in der Praxis, besonders im Umgang mit der Bevölkerung und Kultur, Fehler begangen werden. Im Angesicht der Überbelastung der Truppen sind und waren solche Fehler vorprogrammiert. Es wäre intelligenter und fairer von den „Unwilligen“ Nationen gewesen, von Anfang an tatkräftig mitzuhelfen, damit die offensichtlich überlasteten US Truppen nicht im Chaos versinken. Ansonsten gilt es sich aus der Diskussion über den Irak herauszuhalten, wenn man ganz öffentlich nichts damit zu tun haben wollte.

gt, 14. November 06

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