Debatte um die Hinrichtung von Saddams Brüdern

Der amtierende Uno-Generalsekräter und zahlreiche Menschenrechtsorganisationen fordern die ausstehenden Hinrichtungen auszusetzen. In der Begründung heißt es, dass zahlreiche Verletzungen der Menschenrechte der Angeklagten verletzt worden seien. Hier wird mal wieder eine falsche Begründung für einen richtigen Zweck verwendet: nämlich die Abschaffung der Todesstrafe. Dieser ethische Schritt wird wohl in Ländern wie dem Irak noch länger ausbleiben. Länder, in denen Scheingerechtigkeit durch eine „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ Politik durchgesetzt werden soll. Nein, die Kritik des Uno-Generalsktäters und der weiteren Gegner müsste eigentlich anders lauten: die Todesstrafe vertritt eine Ethik, die dem Menschen seine gottgegebene Würde aberkennt und ihn zum Unmenschen degradiert. Somit vertritt die Todesstrafe keine Ethik und ist eine Mischung aus Urbrutalität und Urdummheit. Gerade gläubige Christen aus den USA, die immer vehemment für die Todesstrafe eintreten müssten doch wissen: der Lebensatem (Genesis 2,7), den Gott den Menschen einhauchte, darf nicht von Menschen „ausgehaucht“ werden. So fangen sie an Gott zu spielen. Als gläubige Christen sollten doch Befürwoter aus den USA wissen, dass jedem Sünder und das bezeichnet sowohl einen Dieb, als auch Mörder, sein Gericht, das einzig gerechte Gericht, widerfahren wird. Manchmal, so scheint es, vertrauen die Befürworter der Todesstrafe lieber auf ihre Institutionen, als auf die des Schöpfer-Gottes. Ganz davon abgesehen, dass eine lebenslange Haftstrafe eine härtere Bestrafung wäre, als die feige Hinrichtung eines gefesslten Todeskandidaten, wird der Tod Saddams kein bisschen mehr Frieden im Irak stiften. Ganz im Gegenteil: Sadam-Anhänger haben schon jetzt Rache geschworen! Strafen wie die Todesstrafe ziehen nur wieder Böses und Hass nach sich. Sicher ist Saddam Hussein kein Mensch um den man nun besonders trauern muss, aber die Menschenwürde gilt nunmal für jedes Geschöpf, auch für einen Tyrannen. Und es gilt nun mal für jeden Menschen nach christlicher Auffassung „Du sollst nicht töten“ (Exodus 20,13). Schade, dass Menschen sich immer wieder über Gottes Liebes und Barmherzigkeits-„Politik“ hinwegsetzen!

gt, 9. Januar 07

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