Wie die Ratten…

Ratte…kommen sie wieder pünktlich aus ihren Löchern gekrochen, um ja den vierten Jahrestag der Irakoffensive nicht zu verpassen: all die sog. „Irakkriegsgegner“, die linken sog. „Eliten“ unserer Gesellschaft und die ganze Vielzahl einfacher Mitläufer und Nachplapperer. Es ist eine wahre Wonne und eine Offenbarung der Verlogenheit, zu sehen, wie unsere Medien sich auf die paar tausend Hanseln stürzen, um sie großformatig und meist ebenso großspurig in der Tagespresse zu präsentieren. Dass oft weit weniger Teilnehmer kommen als erwartet – so langsam wirds denen halt auch langweilig – und es auch Menschen gibt, die anderer Meinung sind, fällt in die Kategorie Vernachlässigbares und kommt daher auch nur am Rande der Berichterstattung vor. So far, so bad.  Was man auch nicht unterschlagen dürfte: in den USA sind viele Menschen eigentlich aus ganz anderen Gründen und mit ganz anderer Motivation gegen den Irakkrieg als hierzulande. Gründe, bei denen es jedem „pace“- Flaggenträger die Sprache verschlagen würde, so gibt es z.B. die Meinung, dass einfach das falsche Land angegriffen wurde (man hätte Iran statt Irak nehmen sollen), dass der Staatshaushalt finanziell die Besatzung nicht mehr tragen könnte und dergleichen. Oft sind es dort auch persönliche und sehr emotionale Gründe, von Familien, die ihre Söhne oder Töchter im Irak verloren haben, die verwundet wurden oder die die persönlichen und familiären Belastungen, die ein Army-Deployment mit sich bringt, nicht mehr verkraften. In Europa wird daraus meist ein grosser Einheitsbrei der vermeintlichen gegenseitigen Solidarität gekocht – vergessen wird, dass es nur der dünne Faden der Anti-Irakkriegs-Parolen ist, der dieses heterogene Sammelsurium (vom Wollmützen-bestrickten Studenten über den islamistischen Umma-Beschwörer bis hin zum anzugtragenden Berufsbetroffenen) überhaupt zusammenhält. Ich verwette hunderttausend Rennpferde darauf, dass sich nach einem Abzug der westlichen Truppen keiner der hier angesprochenen Personen noch einen Dreck um das Schicksal des irakischen Volkes schert. Denn sonst müsste es eigentlich hier eine Menge Demos gegen die Unkultur des islamistisch motivierten Selbstmordattentäters geben!

nseaprotector, 18. März 07

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