Archiv für März 2007



Die CO2-Hysterie und ihre Folgen

ErdeLange kann man schweigen, aber irgendwann muss es doch einmal gesagt werden: Dieser CO2-Klimawandel-Hype und die Hysterie, die darum gemacht wird, geht einem immer mehr auf den sprichwörtlichen „Senkel“! Enough is enough! Und solcher Schwachmaten-Unsinn, wie ihn spiegel online – als einer der prominentesten Vertreter dieser Sorte – absondert, trägt nicht dazu bei, das Problem zu versachlichen, sondert schürt beim Durchschnittsbürger nur diffuse Ängste und liefert Zunder für die Etablierung eines Diffamierungs – und Denunzianten-Gesellschaftssystems stalinistischer Prägung. Dass wir Menschen nun mal CO2 aus unserer Nahrung veratmen, ist eine lange bekannte Tatsache und auch von Mutter Natur wohl so gewollt, sonst würden wir alle nicht existieren. Nun sollen Veganer die besseren Klimaschützer sein, weil sie CO2-sparsamer atmen ? You gotta` be kidding me! Vielleicht sollten wir ja mal die Atemluft besteuern, bevor es für das Weltklima zu spät ist. Oder das Essverhalten sinngemäß bestrafen:  „ein Burger, bitte“ – „Du Umweltsau, macht 30 Euro Strafe!“ So lustig es momentan klingt: dass sind die Endergebnisse, auf die so eine von den Medien gewollte Verbreitung von Endzeitstimmung hinführen werden. Damit man mich nicht falsch versteht: ich bin durchaus für eine intensive Debatte über die Klimaphänomene und die Folgen, die der Raubbau des Menschen an der Natur hat.  Es ist durchaus logisch und vernünftig, Energie zu sparen, regenerative und klimaschonende Energien  zu nutzen, soweit verfügbar und wissenschaftlich vertretbar (was übrigens den schönen Konflikt hervorbringt, an dem sich die Grünen regelmäßig zerreiben: dass die Atomenergie zwar radioaktiven Müll produziert, aber gleichzeitig schön CO2-schonend ist). Es ist vernünftig, seine Umwelt auch nachkommenden Generationen soweit wie möglich intakt zu erhalten. Ganz ist das eben nicht möglich, weil der Mensch von Natur aus ein Ressourcen-ausbeutendes, seine Umwelt gestaltendes Wesen ist. Das fing eben mit dem ersten Baumstamm an, der vor tausenden von Jahren irgendwann gefällt wurde. Und Klimaphänomene sind ein komplexes Regulationssytem, dass wir gerade erst beginnen, in Ansätzen zu verstehen: welche Rolle CO2 darin spielt, ist keineswegs zu 100% erforscht, wie gerne glauben gemacht wird. Ein einfaches Beispiel möge dies verdeutlichen: nehmen wir an, durch die Zunahme an atmosphärischem CO2 komme es immer mehr zu warmen Wintern in Deutschland, wie z.B. für vergangenen Winter postuliert. Je wärmer der Winter also ist, desto weniger wird logischerweise geheizt werden müssen. Ergo: es wird auch wesentlich weniger CO2 pro Haushalt produziert, als in vergleichbar kälteren Wintern. Also sinkt die relative CO2-Konzentration i. Vgl. mit diesen. Schon haben wir einen einfachen, sich selbst regulierenden Kreislauf, der sich – theoretisch – auf ein Gleichgewichtsniveau einpendeln müsste. Natürlich spielen da andere Faktoren wie Industrie, Verkehr usw… auch mit hinein, die hier nicht erwähnt sind. Dies soll nur illustrieren, dass man immer seinen Verstand einschalten sollte, wenn einem sog. Experten etwas erzählen wollen: das heisst nicht, dass diese Unrecht haben müssen, aber gerade in solchen Fragen erkennt man, dass es eben in der Wissenschaft kein Schwarz und kein Weiss gibt!

nseaprotector, 15. März 07

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Die Meldungen überschlagen sich…

Und zwar die Meldungen zum Thema Islamismus (once again): kaum war letzte Woche die Ermordung eines deutschen Entwicklungshelfers in Afghanistan bekannt geworden, angeblich waren es ja – laut spiegel online – nur „Diebe“ gewesen – ja nicht das Wort „Islam“ in diesem Zusammenhang nennen! Müssen wohl Diebe mit Aversion gegen alles Teutonische gewesen sein, denn die afghanischen Mitreisenden wurden seltsamerweise verschont.  Dann erst gestern die Verbreitung des erschütternden Videos der beiden im Irak entführten Deutschen, verbunden mit der utopischen Forderung, Deutschland solle seine Truppen aus Afghanistan abziehen.  Na ja, stattdessen werden wohl eher die Milliönchen deutscher Steuerzahler bald schon ihre unverdiente Reise in die Taschen morgenländischer Raubritter antreten… das perfide Monopoly à la „Osthoff“ kennen wir ja bereits. Frankie-Boy -Walter Steinmeier wirds schon richten! Heute dann die Meldung, dass ein neues Video im Internet aufgetaucht ist, worin Islamisten Deutschland und Österreich bei Nicht-Erfüllen ihrer Bedingungen unverhohlen mit Anschlägen auf deren Boden drohen. Ja, kruzifixtürk`n nochamaoi! Gibst denen den kloin Finger, wollns glei die ganz Hand! Unerhört, und dass, wo wir uns doch so schön im Irak nichtbeteiligt haben… Und als ob dass noch nicht genug der Meldungen wären, setzt spiegel online heute abend noch das Sahnehäubchen drauf, ganz progressiv und hypermodern, wie es sich für den morgigen Wochenanfang gehört: „Terroristen wollten Londons Internetverbindungen sprengen„. So manch einer sprengt zwar sicherlich auch mit seinem Traffic die Bandbreite seines Providers, oder sein monatliches Surf-Budget, aber bei den Herren von der „Gebetskäppi-Langbart-Sackhosen“ – Fraktion können wir uns sicher sein, dass sie es immer wortwörtlich meinen. Bevor man sich angesichts dieser gehäuften Traurigkeiten nun mit einem ethylalkhoholhaltigen Gärendprodukt das Gehirn weichspült, höre ich an dieser Stelle aber lieber auf. Hoffen wir, dass die neue Woche morgen besser anfängt…

nseaprotector, 11. März 2007

Auferstehung und Hasen

lilie.jpgAuf der Fachmesse für Wohnideen Cadeaux in Leipzig wurden gerade aktuelle Ostertrends vorgestellt und dieses Mal steht zum Erstaunen vieler wieder der eigentliche Grund des Osterfestes in Vordergrund. Keine Selbstverständlichkeit ist das in Zeiten der Säkularisierung der gesamten Gesellschaft und auch der christlichen Hochfeste wie Weihnachten und Ostern. Laut mehrerer nationaler Umfragen an Teenager, wissen schon über 50% der Kids nicht mehr Ursprung, Sinn bzw. Inhalt des Osterfestes und schon gar nicht, dass im Zuge des Osterereignisses einst eine religiöse Welle – nämlich die Entstehung des Christentums- losbrach, die ganz Europa bis heute kulturell und ethisch geprägt hat. Man setzt sich halt nur noch ins gemachte Nest, ohne zu wissen wer es gebaut hat. Die Fachmesse verbindet fundamental-christliche Botschaften im Design mit den Klassikern der Oster-Dekoration. Die weiße Lilie als Symbol für Reinheit und Unschuld ist im Design beliebt. Sogar einen kleinen Hausaltar mit Blumen als „Opfergabe“, beschmückt mit einem Kreuz, kann man hier bestaunen. Auch die Farben weiß (Farbe des Osterkreises) und Lila (Farbe der Passionszeit), welche Bestandteil der katholischen Liturgie in der Osterzeit sind, finden sich hier bewusst in Kombination mit Palmenzweigen, die den Einzug Jesu nach Jerusalem symbolisieren, wieder. Unser Fazit lautet daher: gut so! Modernes Design lässt sich mit christlicher Tradition interessant verbinden und hat noch den netten Nebeneffekt, dass es tiefgründiger ist als Osterhasen. Wer in der Bibel übrigens die höchst interessanten Stellen über Ostern lesen will, ist gut beraten, das Johannes-Evangelium im Neuen Testament zu lesen.

gt, 7. März 2007

Shields up!

RaketeNein, es soll in diesen nächsten Zeilen nicht um Star Trek gehen (Gruss an alle Trekkies da draußen!), auch wenn die Überschrift dies vermuten ließe 😉 . Obwohl, ein bisschen hat das Thema ja mit Weltraum zu tun, wenn auch nur am Rande. Es geht um das Raketenschutzschild, dass die USA seit einigen Jahren schon entwickeln und nun in naher Zukunft in Polen und Tschechien aufbauen wollen (Frühwarnsystem + Raketenstartbasen). Man kann natürlich nun lang und breit das Für und Wider dieses neuen Rüstungswettlaufs diskutieren, und den irgendwie zu einer Basis-Skeptizität neigenden Menschen in Europa sei dies ausdrücklich zugestanden. Was aber doch auffällt, ist: in Osteuropa, dort wo das Zeugs ja letztlich dann installiert werden soll, wird das alles lange nicht so negativ gesehen wie z.B. wieder mal bei uns in Deutschland. Das zeigt doch zumindest, wie dort die Erinnerung an die Greueltaten des Kommunismus noch lebendig ist, und die Dankbarkeit  gegenüber Amerika für die Ablösung dieses Systems, im Gegensatz zu den „friedensbewegten“ Gesellschaften in Mittel- und Westeuropa und trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die die neuen osteuropäischen Staaten in den letzten Jahren erlebten. Ein weiterer Aspekt, der in der Diskussion um den „Raketenschild“ immer zu kurz kommt, ist eigentlich der wichtigste: das Schild soll nicht etwa zur Verteidigung vor einem wie auch immer erstarkenden Russland dienen oder eine neue, zweite Phase des Kalten Krieges einläuten, sondern ist als Abfangstation für Raketen aus dem Iran (!!!) gedacht. Man höre und staune, für was die USA den Iran für fähig halten, während wir hier noch schön Verhandlungbereitschaft in der Frage von Gaszentrifugen usw… signalisieren. Das ist eine komplett verschiedene Gefahreneinschätzung, bei der man sich natürlich auch wieder streiten kann, was denn nun realistischer ist. Aber selbst wenn man von einem „mittelschweren“ Szenario ausgeht, würde dies bedeuten, dass Europa ja noch viel gefährdeter ist, weil die Raketen ja scheinbar über uns hinwegfliegen müssen, um die USA zu erreichen (mal vereinfacht ausgedrückt). Dann bin ich allerdings aber schwer davon überzeugt, dass es besser ist, hinter so einem Schild zu sitzen, statt vor gar keinem, selbst wenn es dann uns Europäer quasi „nur“ als Nebeneffekt mitverteidigen sollte!


Zitat der Woche

All the great things are simple, and many can be expressed in a single word: freedom, justice, honor, duty, mercy, hope. (Winston Churchill)

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