Archiv für Mai 2008

IAEA besorgt über iranisches Atomprogramm

Wir haben es ja schon lange gepredigt, eigentlich seit Bestehen dieses Blogs darauf hingewiesen: der Iran geht mit seinen Atomplänen zu weit und er hintergeht die westliche Staatengemeinschaft! Nun, so langsam kommen auch der Internationalen Atomenergiebehörde unter El Baradei Zweifel, zu welchem Zweck der Iran bis diesen Sommer 6000 Gaszentrifugen zur Urananreicherung fertiggestellt haben will. Und Spiegel online bringt diese Meldung, man höre und staune, doch tatsächlich als Eilmeldung. Ob es der Iran genauso eilig hat, seine Täuschungen und Tricksereien nun endlich einzustellen, bleibt abzuwarten. Unsere Prognose diesbezüglich: da müsste schon eine Menge mehr Druck und Sanktionen her, bis das geschieht! Na ja, time will tell…

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Anschlag auf Atomkraftwerk in Schweden ?

AKWWenn die Nachricht sich bestätigen sollte, dass bei zwei Arbeitern eines schwedischen Atomkraftwerks nicht nur an ihren Taschen, sondern auch daheim erhebliche Mengen des Sprengstoffes TATP ( Triacetontriperoxid, APEX) gefunden wurden, dann würde das eine neue Stufe, eine neue Qualität der terroristischen Bedrohung, der der Westen ausgesetzt ist, begründen. TATP ist hochexplosiv und aufgrund seiner vergleichsweise  simplen Herstellung geradezu ein Mode-Sprengstoff in gewissen Kreisen. Und ein ungutes Gefühl sagt mir, dass wir es irgendwie wieder mit islamistisch motiviertem Terror zu tun haben werden. Die Anti-ABBA- Bewegung, wenn es so etwas geben sollte, wird jedenfalls nicht dahinter stecken. Dass die Vorfälle im AKW gerade im liberalen Schweden passieren muss, wäre dann auch keine Überraschung mehr, das Land hat schon seit längerem mit der Islam-Problematik auch im Alltag zu kämpfen, so z.B. beim Anstieg sexuell motivierter Übergriffe auf junge Frauen in schwedischen Großstädten durch Anhänger der  „religion of peace“. (Bildquelle: pixelio.de, user „setcookie“)

US Army: Eric Prydz reloaded

Hach, mal wieder ein herrlich lustiges Homevideo von den gut aufgelegten Jungs und Mädels bei der US Army. Nach „Hey ya“ und „Dragostea din tei“ von den Kollegen von der Us Navy nun also das inoffizielle Fitness-Trainingsvideo der Army zu „Call on me“. Und psst, army advertisers, aufgemerkt: Eure Mädels von der Truppe sind nicht zu verachten, mein lieber Jolly. Also wenn die alle so sind….kann man sich irgendwo hier verpflichten… *g* ? Und hier kommt die gute Laune:

Islamist in Südbaden festgenommen

Vor wenigen Stunden gab die Polizei Weil am Rhein (Kreis Lörrach) bekannt, dass sie mit Erdal S. einen per europäischem Haftbefehl gesuchten Islamisten festgenommen hat. Oder, um politisch korrekt zu bleiben, einen „mutmaßlichen“ Islamisten, wie es immer so schön heisst. Er gehöre wohl zu einem finanziellen Unterstützerkreis der „Islamischen Dschihad Union“, zu denen auch „Blaue Latzhose“-Fritz und seine Wasserstoffperoxid-Freunde gerechnet werden – und das ist nicht mal gemutmaßt. Die Razzien fanden auch in Frankreich und den Niederlanden zeitgleich statt, wobei insgesamt 10 Männer  – mutmaßlich alles Männer – dingfest gemacht wurden. Wieder einmal wird der grenzübergreifende Charakter des Terrorismus deutlich, selbst der friedliche und beschauliche Schwarzwald scheint immer mehr zum bevorzugten Rückzugsgebiet der konspirativ vorgehenden Islamisten zu werden. Die Meldungen sind hier und hier zu finden.

Aber das wirklich Unglaubliche kommt noch, liebe Leser. Denn der SWR berichtet nämlich, dass es seitens der Polizei 2007 ein sog.  „Sicherheitsgespräch“ mit dem Islamisten, dem mutmaßlichen natürlich, gegeben hat. Eine kostenlose Beratung für angehende Dschihadis sozusagen, bei der diese auf ihr verfassungs-abträgliches Fehlverhalten nochmals aufmerksam gemacht werden und man sie wohl höflichst darum bittet, dies zukünftig zu unterlassen, sonst könne man leider nicht anders, als zur drastischen Maßnahme der Ausweisung greifen zu müssen.  Also wenn das stimmen sollte, dann ist das der Gipfel der Anbiederung unseres demokratischen Systems an die Vorgaben der Fundamentalisten. Sicherheit ? Welche Sicherheit denn ? Die des Bürgers ist sicher nicht gemeint, denn der Islamist ist ja dann vorgewarnt, dass ihm die Polizei auf den Fersen ist und wird sich noch konspirativer bei seinen Planungen verhalten.  Auf seine eigene „Sicherheit“ oder Aufenthaltsgenehmigung wird so ein festentschlossener Typ doch sowieso pfeifen, eher wird es seine Taten noch beschleunigen.

Manchmal fragt man sich wirklich, welchen Tagträumereien sich die Sicherheitsbehörden und Organe des Bundes in dieser Hinsicht und Bedrohungslage hingeben.

Das Gesetz der großen Zahlen

Birma

Wie simpel und brutal Journalismus manchmal funktioniert, wird gerade in Zeiten des Ständig Online-Seins und der Allgegenwart des Internets einmal mehr deutlich – dies ging mir in den letzten Tagen durch den Kopf, als ich über die zwei gegenwärtigen schlimmen Natur-

katastrophen in Asien regelmäßig in den größten deutschen Nachrichtenportalen las. Es geht um den Zyklon in Birma (wahlweise auch Burma oder Myanmar genannt) und um das verheerende Erdbeben in China von dieser Woche. Und es geht um Menschenleben, um tragische Schicksale, um unzählige Einzelschicksale, die nun durch die Ereignisse gleichsam zu einer Masse vereint als Elendssituation in unseren Nachrichten auftauchen – wie von der Flutwelle auf die vordersten Titelseiten gespült. Und der Nachrichtenstrom reisst gar nicht mehr ab, obwohl als Hauptnachricht mittlerweile die Opferzahl gilt, die sich in den letzten Tagen scheinbar stündlich nach oben schrauben zu schien. Im Falle von China war bei SpOn z.B. zunächst von 6000 Toten die Rede, dann von 7000, am selben Abend noch titelte die Headline von 8300 Toten (woher diese plötzliche Präzisierung der 2. Stelle?) Dann am Morgen 12.000 Tote, gestern 20.000, heute wurde die Zahl von 50.000 Toten in den Raum geworfen. In Birma sind wir mittlerweile bei 125.000 Toten angelangt, wenn man heutigen Meldungen über die katastrophale Verantwortunglosigkeit und Skrupellosigkeit des Regimes dort Glauben schenken mag. Ist ja alles unbestritten, obwohl einen das leise Gefühl beschleicht, es könnten noch viel mehr sein und man wird nie so genau wissen, wieviel Tote nun wirklich zu beklagen sind als direkte Folge der Naturgewalten. Aber was soll eigentlich dieser Zahlenfetischismus ? Ist das alles, woran wir, der Westen, interessiert sind ? Seit Jahrzehnten kümmert uns die Skrupellosigkeit der dortigen Regime keinen Cent, seit Jahren wird das kommunistische China vertätschelt wie ein Samariterhund, nur damit uns kein Geschäft mit dem aufstrebenden Reich der Mitte entgeht. Birma wiederum konnte sich durch den Aufstand der Mönche vor einigen Monaten in unsere Gehirnwindungen prügeln, war aber dann letztlich durch die brutale Niederschlagung seitens der Militärjunta dem medialen Nirvana geweiht. Und man löschte wieder aus dem Hirn, was einen nur peripher tangierte. Für den einzelnen Bürger mag das ja ok gehen, schließlich kann man nicht alle Brandherde dieser Welt durch Reflexion und Einkaufen im Dritte Welt Laden löschen. Aber was ist mit den Verantwortungsträgern in Politik und Gesellschaft, z.B. eben jene genannte schreibende Zunft, die Magazine mit Einfluss, die Politiker mit Macht und Vorbildfunktion ? Jetzt wo auf einmal die Mißwirtschaft und die Verlogenheit, die diese asiatischen totalitären oder teiltotalitären Systeme auszeichnet, zu Tage tritt, wo ist jetzt die politische Kaste, die sagt: „Wenn ihr Hilfe wollt, müsst ihr euch öffnen.“ „Ihr müsst den Menschen die Freiheit zurückgeben, dann kann euch in Zukunft besser geholfen werden. Kooperation und Vertrauen in den Westen gegen Care-Pakete sozusagen. Beschlagnahmungen von Hilfsgütern werden nicht toleriert“. Jetzt ist die Zeit, ja vielleicht die Chance, das Schicksal der Menschen dort dauerhaft zu ändern. Und nicht nur alle halbe Stunde Zahlen nach oben zu korrigieren und zu lamentieren, dass wir nicht helfen können, weil wir nicht dürfen.

Und by the way: in Israel sind gestern ein Dutzend Menschen schwer verletzt worden, als eine Rakete der Hamas in Ashkelon in ein Einkaufszentrum einschlug. Und das war keine Naturkatastrophe, sondern ein verbrecherischer Akt von Menschenhand. Wie titelt SpOn und andere Medien ? Sinngemäß so: „Israel droht mit massivem Rückschlag und Gewalt“. Wo kommen die angegriffenen Mütter und Väter des Einkaufszentrums zu Wort ? Diese Opfer verdienen auch unsere Solidarität. Nur schickt denen keiner „Care-Pakete“. Weil es nur ein Dutzend Betroffene waren ? I guess size matters anyway…

Woran erkennt man Terroristen in Europa ?

Haben Sie sich das auch schon einmal gefragt, liebe Leser ? Wenn sie z.B. in der U-Bahn sitzen, sie hält gerade im Tunnel zwischen zwei Stationen aufgrund einer „außerplanmäßigen Störung“ und Ihnen gegenüber betet ein bärtiger Mann im dicken Wintermantel gerade seine Koransuren runter, vielleicht wird ihnen da ein klein wenig mulmig. Oder jemand zieht einen für ihn eigentlich zu schweren Trolley den Bahnsteig entlang. Solche Situationen sind es, die uns dann an Madrid und London denken lassen. Aber die Realität ist leider dann doch etwas anders. Terroristen wie die London-Bomber auf dem Bild haben zur Tatzeit leider keine blauen, grünen und roten Pfeile, die uns in Echtzeit sagen könnten: hier mal lieber auf Abstand gehen. Wenn sie es nicht wüssten, könnten sie sich wirklich ernsthaft vorstellen, dass diese drei Nasen da auf dem Foto wirklich im Begriff sind, sich in den nächsten zwanzig Minuten inmitten von vollbesetzten Zügen in die Luft zu sprengen ? Dass nur wenige Minuten nach diesen Aufnahmen diese drei Männer bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt mit Dutzenden ihrer ebenfalls zerfetzten Opfern in der „tube“ herumliegen werden ? Die drei wirken doch eher wie eine jamaikanische Reggaeband auf Urlaub oder wie die Trainer einer südamerikanischen Baseballmannschaft auf Europatour. Auch ihre Rucksäcke sind jetzt nicht besonders groß oder wirken jedenfalls nicht unpassend bepackt oder unförmig, so dass man auf Sprengstoff schließen würde. Und islamisch oder fanatisiert wirken sie nun wirklich nicht. Auffällig ist vielleicht höchstens eine Kombination von Merkmalen, bei denen man in Zukunft aufmerksam sein sollte (obwohl man dann natürlich auch wieder viele Unbescholtene mit einschließt): alle drei relativ jung, vermutlich im gefährlichen „Bomberalter“ zwischen 20-35, eine Gruppe von Männern, die scheinbar zielbewusst ohne viel Gruppendynamik und Interaktion (ohne miteinander zu plaudern, scherzen, innehalten, umdrehen, Weg suchen usw…) voranschreitet, und natürlich Rucksäcke einer gewissen Größe mit sich führend. Aber zugegeben, diese Merkmale richtig zu deuten in dieser vorher unvorstellbaren Situation, das ist für den Alltagsmenschen von heute unheimlich schwer und für die in der Terrorabwehr Beschäftigten zumindest eine große Herausforderung. (Bild: Copyright Spiegel TV/ spiegel online)

The same procedure as every Krawall-Mai…

Berlin oder Baghdad ? Das fragt man sich angesichts solcher Bilder, wie sie zum 1. Mai mal wieder in den Medien auftauchen. Linke Krawallmacher fühlen sich, wie vom Krawall-Hormon gesteuert, bei diesem Datum offenbar berufen, den „Tag der Arbeit“ wörtlich zu nehmen und sich an Hundertschaften von Polizisten und pulkweisen Glatzenrudeln abzuarbeiten, indem man Autos von Unbeteiligten in Brand setzt und ganze Stadtteile verwüstet. Aber dafür hat natürlich sicherlich jeder betroffene Kfz-Besitzer Verständnis, schließlich geht es ja um die gute Sache, gegen Rechts, nicht wahr ? Natürlich ein Grundfehler der Behörden, überhaupt die NPD-Demo in Nürnberg zuzulassen, aber genauso schlimm die Blauäugigkeit, mit der man die linke Gewalt geschehen lässt. Quo vadis, Rechtsstaat ? (Bildquelle: dpa, verändert)


Zitat der Woche

All the great things are simple, and many can be expressed in a single word: freedom, justice, honor, duty, mercy, hope. (Winston Churchill)

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