Archiv für September 2008



Wir trauern mit Finnland. May the victims rest in peace.

Bei einem Amoklauf eines 22 jährigen in der finnischen Kleinstadt Kauhajoki heute morgen sind an einer Berufsschule 10 Schüler erschossen worden, anschließend richtete der Täter sich selbst mit einem Kopfschuss. Damit ist das sonst so beschauliche Finnland schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres von einem wahnsinnigen Amoklauf und Blutbad betroffen, nachdem im November 2007 in Jokela auch ein junger Täter damals insgesamt acht Menschen kaltblütig ermordete. Ganz Finnland steht – wie wir alle – unter Schock. Hier gibt es weitere, ausführlichere Informationen über das Geschehen in Finnisch und auf Englisch.

Wir trauern mit Finnland und hoffen, dass sich die Verletzten und Betroffenen dieses grausamen Ereignisses bald von ihren körperlichen und seelischen Wunden erholen mögen.

Werbeanzeigen

Neues aus Islamabad

Zur Aufheiterung nach dem düsteren Anschlag in Pakistans Hauptstadt Islamabad vom Wochenende, hier ein kleines Bilder-Quiz für unsere Leserinnen und Leser. Was fällt Ihnen an obenstehendem Bild sofort auf ?

(a) Hm…der Titel des Videos korreliert auf merkwürdige Weise mit der abstrakten Bildsprache der dargestellten Personen trotz der Bezugnahme auf ein davon völlig unabhängiges vorausgegangenes Ereignis…aber das ist mir jetzt zu theoretisch

(b) Black is beautiful. What can I say more ?

(c) Zu sehen ist Einheit in Vielfalt. Dennoch ist Folgendes anzumerken:Links -und rechtsaußen: völlig unangemessene Form des Schleiertragens, die Kopfhaut liegt ja fast völlig frei. Mitte hinten: Fast richtig, jedoch absolut geschmacklose Beigesellung moderner Handtasche und rosafarbenem Spiralblock. Mitte vorne: Perfekt, das neueste Tschador-Modell der Kollektion „Lady Pitch-Black Ray“ aus dem Hause Darth Vader. Man beachte die eng geschnittenen Augenpartien, welche die großzügig freigelegte Nasenpartie der Trägerin besonders betonen. Für den Cape-förmigen Außenmantel wurden ausschließlich weiche, fließende Stoffe verwendet.

(d) Das Bild ist ein Fake. Pakistan, von wegen! Die gezeigte Szene ist in Berlin-Mitte aufgenommen worden, wie man auch am heruntergerissenen Rest eines Tranparents des örtlichen Counterstrike-Clans oben rechts erkennen kann.

Die richtige Antwort wird in einem der nächsten 2837 folgenden Blogbeiträge gut im Fließtext und kleingedruckt versteckt veröffentlicht. Für die aus der zugesandten richtigen Lösung ermittelten Gewinner winken folgende Preise (winke, winke):

1. Preis: Eine Woche im wiederaufgebauten 5 Sterne+ Marriott Islamabad, all-inclusive

2. Preis: Zwei Wochen im wiederaufgebauten 5 Sterne+ Marriott Islamabad, all-inclusive

3. Preis: Drei Wochen im wiederaufgebauten 5 Sterne+ Marriott Islamabad, all-inclusive

PS: Unverlangt zugesendete Buchstaben können leider nicht zurückgegeben werden. Der Holzweg ist natürlich wie immer ausgeschlossen.

Wolfgang Thierses fragwürdiger Demokratiebegriff

Wir zitieren hier mal eben eine Pressemeldung des WDR zum Thema Pro-Köln und den Reaktionen unserer gewählten Volksvertreter, im besonderen den feinen Herrn Bundestagsvizepräsidenten Wolfang Thierse.  Seine Stellungnahme scheint nicht ganz unwichtig, denn immerhin bekleidete dieser Mann für fast sieben Jahre (1998-2005) das zweithöchste Staatsamt unserer Republik und ist jetzt immerhin noch der „Vize“. Nun also in medias res: „Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) begrüßte die Proteste. Die Demokratie könne nicht nur vom Staat, sondern müsse auch durch die Bürger verteidigt werden, sagte Thierse. Dass die Kundgebung von „Pro Köln“ zunächst genehmigt worden war, stellt die Gegenproteste nach Ansicht Thierses nicht in Frage. Bei einem solchen Thema dürfe nicht „formaljuristisch“ argumentiert werden.“

Wie gesagt, unabhängig davon, wie man zu Pro Köln steht, über die ich auch nach langem Recherchieren noch kein klares Bild gewonnen habe, diese Aussage von Thierse halte ich für höchst problematisch. Kurz: das geht einfach nicht. Was soll das denn heißen, die Demokratie müsse vom Bürger verteidigt werden ? Will er damit das Gewaltmonopol der Polizei in Frage stellen, sollen sich Bürgerwehren und lokale Kampfgruppen bilden, soll jede deviante Meinung vom Straßenmob brutal niedergeknüppelt werden ? Seine Erfahrungen mit der Ex-DDR müssten ihn doch daran erinnern, wie es ist, in einem System der Unfreiheit zu leben. Genau das ist es ja, was in Köln am Wochendende passiert ist. Pro Köln mag rechtspopulistisch sein, sagen wir, im schlimmsten Fall sogar rechtsextrem – die Entscheidungsverfügung über eine Genehmigung zur Versammlung liegt bei unseren Gerichten, und sonst niemandem. Wenn es Fehlentscheidungen gibt, steht jedem der Weg offen, diese anzufechten. Wer dieses Primat der Gewaltenteilung nicht akzeptiert, ist schlicht und ergreifend kein Demokrat mehr. Und man komme nicht an mit dem GG-Artikel: „Jeder Deutsche hat das Recht zum Widerstand,…“ Dafür müsste schon die gesamte verfassungsgemäße Ordnung außer Kraft gesetzt sein.  Wenn, dann könnte man diesmal eher umgekehrt den Eindruck gewonnen haben, die Verfassung sei temporär aufgehoben durch die Blockaden der Gegendemonstranten inklusive eigener Ordner und Straßenkontrolleure. Weimarer Verhältnisse lassen grüßen!

Hinzu kommt: auch mit friedlichem Protest gegen solche Veranstaltungen hätte ja kein Mensch ein Problem. Doch jedesmal wenn so etwas ist, selbst von wesentlich schlimmerem Kaliber (wenn die rechten Glatzen aufmarschieren dürfen), gibt es einen Riesen-Bohai, und am Ende hat der linke Straßenmob mal wieder ein paar Fensterscheiben zerstört, Ladenbesitzer um ihre Existenz gebracht, Unbeteiligte krankenhausreif geschlagen. Und dann dürfe auf einmal nicht formaljuristisch argumentiert werden ! Ich möchte mal sehen, ob Herr Thierse auch dann nicht formaljuristisch argumentiert, wenn im Rahmen solcher Proteste eines Tages sein Dienstwagen von Pflastersteinen durchlöchert werden würde.

Ein Phänomen der Demokratie ist dann unter anderem auch, dass so Pappnasen dann in Ämter gelangen, die vielleicht zu hoch für sie sind. Ein anderes ist es, dass wir sie dann – zumindest für eine Legislaturperiode aushalten müssen, währenddessen wir sie – so wie ich gerade – für ihre manchmal verqueren Ansichten kritisieren dürfen. Noch. Oder möchte jemand vor dem Abgeordnetenhaus gegen den Bundestagsvize eine spontane Sitzblockade organisieren ? (Bild-Copyright: welt.de)

Köln: Karneval der Chaoten

Ja was ist denn da in Köln los, möchte sich so mancher vernunftbegabte Vertreter der Spezies Homo sapiens (lat. = „Wissende“) schon fragen ? Sind das die ersten Auflösungserscheinungen der demokratischen Bundesrepublik, der eigentlich Meinungsfreiheit und Gewaltverzicht in die Entstehung eingegossen wurden ?

Eine vom demokratischen Rechtsstaat erlaubte Veranstaltung wird von linken sog. „Autonomen“ und anderen friedensbewegten Steinewerfern und Sitzblockierern unmöglich gemacht ? Unabhängig davon, wie man zu Pro Köln steht, Deutschland hat schon wesentlich zweifelhaftere Auftritte und Aufmärsche erlebt, wie z.B. von echten Rechtsradikalen oder NPD-Knalltüten im Osten. Die durften ein verfassungsgemäßes Recht in Anspruch nehmen, aber Islamkritik hingegen ist in Deutschland pauschal verboten ? Während die islamkritische Bewegung in Deutschland – im Moment quasi in der Selbstfindungsphase – ja noch ihre eigenen, inneren Konflikte zwischen ihren Rändern (Pro-Köln) und gemäßigten Teilen (Ralph Giordano) austrägt, scheint die Gutmenschen-Presse ja auch noch so ihre Probleme bei ihrer Charakterisierung zu haben: Für SpOn ist z.B. Pro-Köln zunächst eine “ rechtspopulistische Bürgerbewegung„, und dann fünf Sätze später schon eine „rechtsradikale Wählervereinigung„. Ja was denn nu ? So kann man auch seine Leser radikalisieren, die dann automatisch aus Wut auf den „braunen Abschaum“ dann selbst meinen, zur Tat schreiten zu müssen. Das Sachthema, um das es hier geht oder gehen sollte, nämlich die Ausbreitung des Islam in Europa und dessen Folgen, ist mittlerweile völlig in den Hintergrund geraten, angesichts der SA-Methoden, mit denen vor allem die linke Seite hier operiert ( Zitat SpOn: „Militante Gegendemonstranten versuchten einem Polizeisprecher zufolge, die Schusswaffen von Beamten zu entwenden.“). Die Oberheuchelei ist dann aber wiederum die Äusserung der Polizei, der zufolge „die Veranstaltung die Sicherheit der Bürger gefährde“. Was wirklich die Sicherheit der Bürger gefährdet, ist das anti-demokratische Handeln der Beteiligten und der Strassenkampf, dessen ganz konkrete Opfer dann mal wieder die eingesetzten Polizeibeamten sind. Wofür wiederum Vater Staat aufkommen wird bzw. muss. Wasserwerfer kann man leider auch nicht von der Steuer absetzen, das ist wirklich ärgerlich für uns Bürger, die diesen Karneval der Chaoten letztlich bezahlen.

PS: Und wissen Sie, wer der lachende Dritte sein wird ? Allahu akbar – oder Kölle alaaf, Sie können es sich vermutlich denken. (Bildquelle: Spiegel Online, bearbeitet)

Was Richter denken, aber nur „zum Teil“ sagen

Ein interessanter Artikel, der da heute in der WELT online veröffentlicht wurde. Ursprünglich erschienen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Der Kriminalist“. Man möge ihn sich zuerst durchlesen, und dann überlegen, was einem am meisten daran auffällt, abseits der auffälligen Hauptthese des Artikels, dass jugendliche Straftäter in Berlin zunehmend dem türkisch-arabischen Milieu entstammen, immer gewaltbereiter werden und die Taten explizit einen deutschfeindlichen Hintergrund aufweisen. Mein bleibender Eindruck des durchaus differenzierten und mit Zahlenstatistik vollgespickten Artikels ist jedenfalls, dass da die Justiz so langsam die Probleme erkennt, die mit der morgenländischen Migration in unseren Großstädten entstehen, aber nur zögerlich bereit ist, sie zu benennen. Oder anders gesagt: sich nicht traut, die traurige Wahrheit in voller Gänze an die Politik heranzutragen. Aber die Sprache, der Stil, wie etwas ausgedrückt wird, ist oft ein guter Indikator, die Wahrheit hinter den Sätzen zu entlarven. Was ich damit meine ? Zum Beispiel den häufigen Gebrauch von „teilweise“ und „zum Teil“. Dieser Lückenfüller in unserer Sprache, der so pseudo-akademisch daherkommt, ist wie ich finde, auch immer öfter in den alltäglichen Diskussionen, in Talkrunden prominenter Besetzung und auch im politischen Diskurs zu hören, wenn es darum geht, negative Wahrheiten abzumildern. Was jedoch der „andere Teil“ sein soll, wird geflissentlich dann meistens weggelassen, man schleicht sich sozusagen aus dem Dilemma der kompletten Erörterung eines Sachverhaltes heraus. Hier wird von der guten Richterin fleissig davon Gebrauch gemacht: „Diese […] Aussage ist jedoch nur teilweise zutreffend. / Vor dem Hintergrund des dargestellten teilweisen Rückzuges aus dem hiesigen Wertesystem / Hieran fehlt es gegenwärtig zum Teil. / Besonders dann, wenn der Schulbesuch seitens der bildungsfernen Elternhäuser nicht gefördert, teilweise schlicht nicht ermöglicht wird“.

Immerhin positiv bleibt zu vermerken, dass sie eine der Wenigen zu sein scheint, die überhaupt dieses Thema junge Ausländerkriminalität kritisch aufgreift und auch konkrete Vorschläge zur Milderung des Problems macht (schnellere Verurteilung mit Warnschussarrest z.B.). Dennoch bleibt irgendwie der schale Eindruck, dass unsere Gesellschaft sich im juristischen Wirrwarr und Bürokratismus für den Umgang mit solchen Fällen verheddert, während draussen auf der Straße fröhlich und fast konsequenzlos weitergeprügelt und abgezogen wird. Hinzu kommt die schlichte mathematische Tatsache, dass aufgrund des Geburtenjihads bestimmter Bevölkerungsgruppen aus Südland (nein, nicht die Portugiesen, was denken Sie denn!) wir einfach nicht mehr die Zeit haben werden, das Problem in den Griff zu bekommen. Oder wie Frau Heisig es ausdrückt: “ Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren“. Und das nicht mal teilweise.

Bild-Quelle, Copyright:  pixelio.de, RainerSturm

Ypsilanti Interview – da hört der Spass für die SPD auf

Eine Leserin von PI hat es entdeckt, innerhalb weniger Stunden hat sich die Zahl der Youtube-User, die es sich angeschaut haben, von 200 auf über 2000 erhöht: seit heute gibt es einen Teil des Interviews zu hören, dass Andrea Ypsilanti diese Woche mit dem Stimmenimitator Jochen Krause, der sich als ihr Parteikollege Franz Müntefering ausgab, führte. Der Stimmenimitator, der sich für Radio ffn als falscher Münte ausgab, wurde anscheinend ohne Probleme von der Vorzimmerdame einfach zu ihr durchgestellt. Nach dem insgesamt siebenminütigen Interview gab sich der falsche Münte zu erkennen, worauf A. Ypsilanti zwar freundlich reagierte, aber dennoch die Ausstrahlung des Radioscherzes verbot. Tja, da hat aber wohl jemand im Playout-Center des Senders seine eigene Meinung dazu, und über das Internet ist so etwas heutzutage eben kinderleicht zu verbreiten. Und der Inhalt ist nicht ganz ohne. Zum Beispiel was sie mit den Linken machen möchte. Aber man höre und staune selbst… .

Update: Das Video ist bei youtube nicht mehr erreichbar, es wurde „vom Nutzer entfernt“. Es ist wohl anzunehmen, dass die teils heftige Zensurneigung von youtube da wohl das ihrige zu dieser Entscheidung beigetragen haben wird. Na ja, bringen wird es wohl nicht viel, da sich bestimmt schon einige User die flv Datei des Videos heruntergeladen haben (Stichwort re-post). Aber vielleicht taucht es auch nie wieder auf, möglicherweise erwirkt ja auch die SPD eine einstweilige Verfügung gegen das Internet – das Willy-Brandt-Haus ist ja schließlich auch keine Humorzentrale, nicht wahr ? Aber thx for the fun, radio ffn – it was good while it lasted.

Update II: Fun may now commence (again): here or here or here .

Update III: So, enough fun for the day. Bevor noch jemand einer akuten Herzinsuffizienz beim Mitlauschen des ungemein geschmeidigen Gesprächswechsels zwischen Andrea und Fake-Münte erliegt, wollen wir mal die Server von wordpress entlasten und an dieser Stelle nur noch ganz bescheiden darauf hinweisen, dass youtube auch über eine Suchmaske verfügt.

Al Quaida in Sindelfingen

Monatelange Beobachtungen und Ermittlungen hat es gebraucht, bevor man ihn festnehemen konnte (dann allerdings auch gleich mit „Spezialkräften“) : ein in Sindelfingen wohnhafter 30-jähriger Türke wurde wegen Unterstützung der Terror-Organisation Al-Kaida  von der Bundesanwaltschaft nun in Haft genommen. Er galt zudem als „Nr. 8“ der sog. „Sauerlandgruppe“ um Fritz G., die im September letzten Jahres verheerende Anschläge in Deutschland planten und nur kurz vor der Tatausführung vereitelt werden konnten. Meine Meinung dazu ist, dass es doch immer wieder erstaunlich und erschreckend zugleich ist, wie vernetzt und weitverbreitet diese Terroristen oder Paradiessucher – wie auch immer sie sich sehen – mitten unter uns leben und hier gleichzeitig gegen unsere Gesellschaft konspirieren.


Zitat der Woche

All the great things are simple, and many can be expressed in a single word: freedom, justice, honor, duty, mercy, hope. (Winston Churchill)

Blog-Visitors since Feb. 07

  • 41.378 hits

Kalender

September 2008
M D M D F S S
« Aug   Okt »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  

Top Clicks

  • Keine

Clustr

Werbeanzeigen