Archiv für April 2009

Air Force One und der Fly-by über New York City

Das hier ist für mich absolut das Video der Woche, oder wie die Comedy-affine Netzgemeinde sagen würde, der FAIL der Woche:

Nicht nur, dass es, wie der Amerikaner sagt: „brings back painful memories„, schmerzhafte Erinnerungen an 9/11 wachruft – nein, es ist schlicht ungeheuerlich und unverantwortlich von der jetzigen US-Administration, dass dieser nahe Überflug für eine simple „photo op(portunity)“ über eine Mega-City wie New York nicht im Vorfeld bei den Bewohnern publik gemacht wurde. „What the hell were they thinking?“ trifft wohl so ziemlich genau die verbreitete Meinung bei New Yorkern.

Und mein Lieblings-Kommentar bei youtube dazu bringt es mit typisch amerikanischem Humor mal wieder auf den Punkt:

I guess Obama is in to torture after all.

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„200 Kilogramm mit Splittern, inschallah“

fritzg_terroristenprozessIn wenigen Tagen beginnt einer der größten Terrorprozesse in der Geschichte der Bundesrepublik, und bislang ist die FAZ mit ihrer Online-Ausgabe das einzige Medium, dass schon jetzt vorab interessante und zugleich neue, erschreckende Details aus dem Todesplan der zum Islam konvertierten Attentäter veröffentlicht: „200 Kilogramm mit Splittern, inschallah, das macht ’nen Riesenbums“. Wer nach der Lektüre des Artikels immer noch glaubt, das wir ein Hafen der Glückseligkeit sind, dem ist nicht mehr zu helfen – das hätten wir vor zwei, drei Jahren noch gesagt. Mittlerweile ist es bis in die Wohnstuben und Kaminzimmer der Gutmenschen durchgedrungen, von daher erübrigte sich dieser Kommentar ja eigentlich. Allerdings hat man schon das Gefühl, dass unbequeme Wahrheiten in Deutschland immer noch gerne verdrängt werden, getreu einem anderen, bequemen Motto: „Mich wird`s schon nicht treffen. Und im Straßenverkehr sterben ja auch jeden Tag Dutzende.“ Kann man halt nichts machen, und Achselzucken…

Ach so, ja noch was: machen kann scheinbar auch die deutsche Justiz nicht so viel, jedenfalls nicht so viel, wie man meinen möchte. Am Ende des Artikels steht, die maximale Höchststrafe für einen der potentiellen Hundertfach-Massenmörder betrüge 15 Jahre Gefängnis! Oder, modern ausgedrückt, 15-mal  neue schwedische Pirate Bay-Server aufziehen, das brächte Sie für ungefähr dieselbe Zeitspanne hinter die gleichnamigen Gardinen. Argumentation: Aufgrund des erfolgten Zugriffes kam es ja dann noch nicht einmal zum Versuch, eine Explosion herbeizuführen – von daher bleibt nur „Verabredung zum Mord“ als Hauptstraftatbestand.  Justizlogik at its best!

TV-Tipp: stern.tv über die Terrorbrüder aus Deutschland

tvtippEtwas knapp, aber wir wollten trotzdem darauf hinweisen, vielleicht sieht es ja der eine oder andere: heute abend, bei stern.tv auf RTL, ist eines der Themen die beiden Terror-Brüder aus Bonn, also die zwei deutschen Islamisten, die jetzt per Video-Botschaft schon zum dritten Mal zum heiligen Krieg gegen Deutschland aufrufen. Außerdem: der Islam-Aussteiger Barino gibt wieder ein – bestimmt sehenswertes – Interview über die „Friedensreligion“.

Pirates – don`t mess with US sailors

p1000And don`t mess with the US Navy erst recht nicht…Dies könnte der Rat sein, den man somalischen Piraten von nun an für die Zukunft geben möchte. Nicht nur haben die seefahrenden Jungs aus Amerika zuerst ihr von somalischen Piraten gekapertes Schiff ( die „Maersk Alabama“) wieder zurückerobert, nein, nun zeigt selbst die Obama-geführte amerikanische Regierung einmal mehr, dass man ihr nicht – zumindest nicht so leicht und ungestraft – auf der Nase herumtanzen kann, wie anfangs den Europäern. Neben der „USS Bainbridge“ hat Amerika nun sofort zwei weitere Marine-Schiffe in die Nähe des Geschehens entsandt. Der US-Kapitän Richard Philips wird nämlich immer noch von den feigen Schmeißfliegen von Seeräubern in einem Rettungsboot festgehalten – sein mutiger Fluchtversuch zuvor war leider gescheitert, als er einfach ins Wasser sprang und versuchte, zu dem US-Kreuzer hinüberzuschwimmen. Das nennt man Mut, liebe Leute: der Versuch, Unrecht abzuwehren und sich selbst aus einer brenzligen Situation unter Lebensgefahr zu befreien! Deutsche Medien würden es vermutlich allerdings als Dummheit bezeichnen, wie schon aus der duckmäuserischen Berichterstattung der hohen Herren von spiegel.online allenthalben zwischen den Zeilen herauszulesen ist. Aber Hauptsache, im Titel kommen das Wörtchen „Krieg“ und „USA“ und „Zwang“ und ein zweifelnder Unterton gleich gemeinsam vor („US-Kriegsschiffe sollen Piraten bezwingen“), da ist der Leser subversiv gedanklich gleich in Richtung „kriegerische USA“ gelenkt worden. Dabei ist doch völlig sonnenklar: den Piraten muss ein für alle mal gezeigt werden, wo der Hammer bzw.  Anker hängt. Es kann doch nicht sein, dass die Piraten(!), ich wiederhole, die Piraten(!) laut den neuesten Meldungen jetzt Unterstützung in Form von anderen gekaperten Schiffen angefordert haben und sich weitere Piraten wie eine kleine Flotte aufmachen, ihre Gesinnungsgenossen rauszuhauen. Natürlich sollte man das Leben der Geisel, also des US-Kapitäns schützen, aber da muss es doch eine Möglichkeit geben – was weiss ich, von mir aus sollen sie die Nussschale von Rettungsboot gezielt anbohren und sinken lassen, um in einem Blitzzugriff ihren Mann rauszuholen…oder von mir aus einen der Piraten gezielt von einem Seahawk aus snipern – mal sehen, ob die andern dann noch aufmucken…Entschuldigung für die martialischen Töne, aber genau das ist eben meine Meinung – bei Leuten von diesem Schlage hilft kein Kriseninterventionstem mehr, im Gegenteil, es ermutigt immer weitere Nachahmer, die immer mehr Geld erpressen, um immer bessere Ausstattung für ihre Überfälle zur Verfügung zu haben. Irgendwann muss man sich nicht mehr wundern, wenn die Piraten dann mit einem kleinen Kriegsschiff aufkreuzen. Egal, wie diese Geschichte nun ausgehen mag (hoffentlich glücklich für den gekidnappten Seemann): the line has to be drawn here!

Update:  Mittlerweile hat die US-Marine den gekidnappten Kapitän Richard Phillips in einer beinahte mustergültigen Kommandoaktion unverletzt befreien können, Gratulation! Im übrigen fast so, wie wir es prophezeit hatten: 3 Piraten wurden durch gezielte Kopfschüsse von Scharfschützen von ihrem harten Los der Seeräuberei erlöst, ein reuiger vierter Pirat, der sich ergeben hatte, wurde in Gewahrsam genommen. Die verschleppten deutschen Geiseln an Bord der „Hansa Stavanger“ dürfen auf so viel Entschlossenheit und Professionalität der deutschen Marine leider nicht vertrauen, und müssen weiter hoffen, dass die Inkompetenz unserer Regierung sie nicht irgendwann das Leben kosten wird.

Wer heute an Ostern etwas Zeit findet, lese sich auch einmal mit Belustigung die Reaktion der deutschen Medien auf diese Vorfälle durch. Also ich habe noch kein Wort der Unterstützung für die amerikanische Vorgehensweise gelesen, geschweige denn eine Gratulation an die Navy für diesen gelungenen Coup. Und, liebe Leitmedien, Kapitän Richard Phillips IST ein Held!


Zitat der Woche

All the great things are simple, and many can be expressed in a single word: freedom, justice, honor, duty, mercy, hope. (Winston Churchill)

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