Archive for the 'Afghanistan' Category

Noch ist Polen nicht verloren – ganz und gar nicht!

Nach der schrecklichen und grausamen Ermordung des polnischen Ingenieurs Pjotr Stanczak durch militante Islamisten in Pakistan, von deren barbarischer Tat das Video am Wochenende bekannt wurde, hat nun die polnische Regierung und die polnische Öffentlichkeit reagiert: man werde die Taliban jagen, die Taliban müssten mit dem Schlimmsten rechnen (bei SpOn klingt das so: „Polen schwört den Taliban Rache„)! Wir meinen: genau das ist die richtige Einstellung und die richtige Reaktion auf solche Terror-Akte! Nur so kann der souveräne Staat Herr der Lage bleiben und psychologisch der Terror bekämpft werden, indem man Stärke zeigt und nach innen und außen hin allen vermittelt, dass man sich nicht das Heft aus der Hand nehmen lässt, sondern die Täter mit allen Mitteln verfolgen und sich durch solche Akte in keinster Weise einschüchtern lassen wird. Das alte „Don`t mess with Texas„-Motto eben, so krude es auch erscheinen mag. Denn Terror ist ja zuallererst selbst eine psychisch wirkende Waffe, und wie man am feigen Rückzug Spaniens aus dem Irak nach den Anschlägen von Madrid 2004 gesehen hat, unter bestimmten Bedingungen und politischen Konstellationen eine manchmal auch effektive Waffe. Und genau so muss er mit seinen eigenen Waffen geschlagen werden, wenn man denn je eine realistische Chance im Kampf gegen den Terror haben will.

Es gibt noch einen zweiten Grund, warum diese Meldung speziell für Deutschland wichtig werden könnte: allein im Januar diesen Jahres gab es mehrere explizit gegen Deutschland gerichtete Propaganda-Videos von hauptsächlich deutschen Islam-Konvertiten, die darin mit Anschlägen drohen und ziemlich unverblümt zur Wahl von Parteien auffordern, die den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan favorisieren (dies wäre dann übrigens einzig und allein die Partei Die Linke, was die im Herbst anstehende Bundestagswahl betrifft). Das ist eben die Medien-Fratze des Terrors: einschüchtern, drohen und dann Gnade in Aussicht stellen bei erwünschtem Verhalten. Quasi jedes Unterdrückungssystem in der Menschheitsgeschichte basiert auch auf diesen drei wesentlichen Faktoren. Wir stellen uns hier nur die Frage: wie würde, ja man muss fast schon sagen, wie wird Deutschland, wie wird die deutsche Regierung auf Anschläge hierzulande im Umfeld der Bundestagswahlen reagieren ? So trotzig und entschlossen wie die Polen in diesem speziellen Fall? Wohl kaum. Und würden sich die Menschen in ihrem Wahlverhalten, also letztlich in ihrer Einstellung zum Afghanistan-Einsatz, beeinflussen lassen ? Leider, so wie wir die Psychologie unseres Landes kennengelernt haben, muss man konstatieren: ja, vermutlich würde es wohl den Ausgang der Wahlen und die Grundstimmung im Lande beeinflussen. Das Gefühl von Unsicherheit und Bedrohung würde vielleicht über den Angstzustand hinaus auch zu einer Spaltung führen, grob gesagt in das Lager der Appeaser („Ja nicht noch reizen, die übelgelaunten Terroristen“) und die extremen Positionen der anderen Seite („Muslime unter Generalverdacht“). Also auf jeden Fall glauben wir nicht, dass unsere relativ heterogene Gesellschaft damit so gelassen und dennoch erhobenen Hauptes umgehen könnte. Allein wenn die Terroristen dieses Gespür, diesen richtigen Riecher für die Psychologie eines Volkes haben, wie im Falle von Spanien gesehen, dann müssten wir schon deswegen von jetzt an um die innere Sichrheit besorgt sein. Man kann dennoch letztlich nur hoffen, dass Deutschland danach besonnen und gleichzeitig mutig reagiert – wie es Polen uns eben gerade vormacht.

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Exportschlager Terrorismus ?

Cüneyt C.Gleich zwei Berichte in zwei führenden Online-Medien (hier in SpOn und Welt online) widmen sich heute der Tatsache, dass Deutschland seit kurzem nicht nur formidable Markenautos usw. ins Ausland exportiert, sondern – so wie es scheint – auch leider immer mehr „deutsche“ islamistische Terroristen. Einigermaßen verwundert stellen die Sicherheitsbehörden fest, dass bis vor kurzem in Deutschland wohnhafte und teilweise auch unter Beobachtung stehende Islamisten nun im Ausland „ihr Glück“ suchen, sprich sich abgesetzt haben, um z. B. sich in Terrorcamps ausbilden zu lassen oder – wie neulich im Fall des Cüneyt C – sich mit 4 t Sprengstoff in ihre Einzelteile zu zerlegen. Also „Mein neues Leben XXL“, um es mal sarkastisch zu formulieren…

Was ich immer nicht verstehe, ist, wie unsere Sicherheitsbehörden so auf ganzer Linie versagen können, dass sie am Ende mit Verwunderung und Bestürzung solche Pressemitteilungen herausgeben müssen, wie nun, nach der Analyse des Propagandavideos, auf dem vermutlich Cüneyt C. bei den Vorbereitungen zu seinem Selbstmordanschlag zu sehen ist (hier , deutlich zu hören übrigens das „Allahu akbar“ Geschrei am Anfang). Da stehen diese sog. „Gefährder“ seit dem Sanktnimmerleins-Tag auf Fahndungslisten, da sind Einzelheiten bekannt, wo und wie sie leben, sie werden teilweise rund um die Uhr unter enormem Aufwand beschattet – nur um dann lapidar festzustellen, dass sie sich nun ins Ausland abgesetzt hätten und man keine Handhabe mehr hätte. Der oben genannte Anschlag des wahnwitzig in die Kamera grinsenden Islamofaschisten, bei dem 4 weitere Menschen mit in den Tod gerissen wurden, hätte vielleicht verhindert werden können. Natürlich wachsen – wie die Köpfe der Hydra – durch die Indoktrination mit der „religion of peace“ jeden Tag wieder neue Typen wie dieser heran, aber irgendwo muss ja mal angesetzt werden seitens des Staates.  Anstatt Gaddafi und sein schmieriges Gesinde mit deutschem Polizeitraining illegal Knowhow zu liefern, sollten die Behörden sich mal lieber mit afghanischen Exilextremisten auseinandersetzen, denn dort lauert der neue Brandherd in nächster Zeit, wie ich schon in einem vorhergehenden Beitrag zu erläutern versucht habe. Düstere Aussichten also für Deutschland, wenn sich da nichts ändert. Denn wie wir spätestens seit Schäuble, unserem „Godfather of Überwachung“, wissen, gehören wir auch zum „allgemeinen Gefahrenraum“. Aber seien sie beruhigt, liebe Leser: Konkrete Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag gibt es nicht… Wen auch immer diese Aussage zu beruhigen vermag. Mich jedenfalls nicht.

Afghanistan und Irak – ein Rollentausch

Einige mag diese Meldung, herausgegeben vom US-Militär, überrascht haben: 60 % weniger Anschläge im Irak, in Bagdad mittlerweile 90 % Sicherheit (sogar SpOn kommt nicht umhin, diese Meldung zu bringen, die viele Spiegel-Berufspessimisten in Sachen Irak alt aussehen lässt). Wer sich aber schon ein bisschen intensiver mit dem Thema befasst hat, den kann es nicht wirklich überraschen, dass der „surge“, also die Truppenaufstockung im Irak und die gezielten Razzien der Terroristennester dort, messbare Erfolge zeigt. Klar, der Irak ist immer noch kein „friedliches“, oder auch nur befriedetes Land im westlichen Verständnis von Ordnung und Sicherheit, aber es gibt erstmals wirkliche Fortschritte, und dies gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Entscheidung von Bush diesbezüglich eine richtige war. Viel hilft eben manchmal viel, so banal das klingt und so brutal die Realität im Kampf gegen den Terrorismus in der Praxis auch aussieht. Einfach mal bei liveleak.com nach Irak und IED suchen, das Ergebnis dürfte Bände sprechen.

Das momentane Gegenbeispiel Afghanistan zeigt aber auch die andere Seite ebenso schonungslos auf: wo die Bundeswehr, seit einigen Jahren immerhin im Lande stationiert, nur eine Art besseren THW für die Nato spielt und zudem personell und equipment-technisch hoffnungslos unterversorgt ist, dort gedeihen und blühen wieder nicht nur die Mohnfelder, sondern auch die ansässigen Extremisten. Gerade in den letzten Tagen gab es wieder einige verheerende Anschläge mit hunderten von Toten. Es sieht momentan so aus, als würden der Irak und Afghanistan gerade die Rollen tauschen und nicht umsonst hat Robert Gates erst kürzlich von Deutschland mehr (militärisches) Engagement in Afghanistan gefordert. Doch im Moment wird am Hindukusch mehr gestorben als irgendwelche hehren Werte verteidigt…

Alter Schwede! Mohammed-Ironie und die Folgen

SchwedenAch, wie schön, alle Jahre wieder: das turnunsgemäße Auftreten der Empörungsfraktion, die scheinbar keine anderen Probleme hat, als sich über Mohammed-Karikaturen in der westlichen Welt den Kopf zu zerbrechen und gelegentlich dabei sich auch die Köpfe einzuschlagen. Was letztes Jahr einige dänische, humoristisch gemeinte Cartoons begannen, setzen dieses Jahr scheinbar die Schweden in gleichsam ikea-esker homebuilder-Tradition fort: der naturwissenschaftlich geübte Leser erkennt ganz klar auf dem Cartoon ein Fusionsprotein von Mohamet und Hund. Eine human-canine Chimäre gewissermassen ist es, was da in ironischer Form versucht wurde darzustellen. Aber Achtung: Todsünde! Hund geht im arabischen Kulturkreis schon mal gar nicht, da er mit Unreinheit assoziiert wird! Und wer den Propheten beleidigt, der kann in diesen Kreisen sowieso schon als vogelfrei gelten, der hat in den Augen der gläubigen Verfechter der „Friedensreligion“ seine Menschenrechte damit am Zeichenbrett schon abgegeben. Deswegen auch die Proteste letzte Woche in den „Musterdemokratien“ Pakistan und Afghanistan, wo mal eben so nebenbei das Staatssymbol Schwedens, die Nationalflagge verbrannt wurde. Aber was kümmert uns das eigentlich, die wollen bestimmt nur spielen…solange bis wir wieder erst zu spät aufwachen und dann mit ein paar Öre und Kronen die abgebrannten schwedischen Botschaften dann wieder aufforsten dürfen….Das darf aber erst gar nicht passieren, deshalb muss sich eigentlich jeder wahre Europäer für die Meinungsfreiheit aussprechen und den Beleidigten selbstbewusst die Stirn bieten! Dennoch prophezeie ich (wehe, wer mich in meiner Funktion als Prophet beleidigt, Friede sei auf mir) jetzt mal einfach, dass gewisse gelb-blaue Flaggen in nächster Zeit in gewissen Ländern einen reissenden Absatz finden werden, wenn das so weiter geht. Vielleicht ist es übrigens die Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet die eher reservierten, zurückhaltend-kühleren Skandinavier nun immer wieder mit den hitzköpfigen Ultrareligiösen aufeinanderprallen. DAS ist vielleicht die Quintessenz des clashs of civilazations.

Südkoreas Spiel mit dem Feuer

Als wir heute hörten, dass auch die letzten südkoreanischen Geiseln (bzw. Geiselinnen müsste man fast sagen, denn es waren alles Frauen) aus der Taliban-Gefangenschaft freigekommen sind, waren natürlich auch wir zunächst mal darüber erleichtert und froh, dass die „good news“ (s. vorhergehender Artikel) doch eingetreten sind. Weniger froh machen einen da aber schon die Umstände, unter denen das scheinbar geschah: Südkorea`s Zugeständnisse an die Steinzeit-Kidnapper stimmen bedenklich, und wenn es wahr sein sollte, dass Millionensummen geflossen sind, dann umso mehr. Es ist einfach für ein souveränes, demokratisches Land nicht hinnehmbar, mit Terroristen zu verhandeln und auf deren Forderungen einzugehen, selbst wenn die Zusicherungen nur für die Zukunft gemacht werden! Denn wie stark und mächtig sich die Taliban nun fühlen werden, und wie die Entführungsfälle nun aus dem Boden sprießen werden wie junges Gemüse, mag man sich kaum ausmalen.

Das einzig Richtige, was Südkorea nun noch tun könnte (aber vermutlich nicht tun wird), ist: den Halsabschneidern ne lange Nase zeigen und weder Truppen noch Missionsarbeiter abziehen, sondern erst recht verstärken. Den Taliban zeigen, dass wir die Taquiya genauso beherrschen wie sie! Sie für die Erschießung der zwei (männlichen) Geißeln dadurch so gut wie eben möglich „bestrafen“! Natürlich werden diese dann wieder reagieren und noch mehr Leute entführen, aber das werden sie aus lukrativen Gründen nun sowieso tun. Die Einbahnstraßen-Situation ist also eh schon geschaffen worden, nun gälte es, Stärke zu demonstrieren. Ansonsten ist dies heute für Afghanistan kein Tag der Freude, eher ein Tag der Trauer! Ein Tag der Trauer ist es sowieso für die Angehörigen der zwei christlichen Mitarbeiter, deren sinnlosen Tod wir nicht vergessen dürfen!

Die Talibanisierung der Sprache

KabulSind wir eigentlich die einzigen, denen es auffällt ? Gestern platzte mitten in die Trauerfeier für die in Afghanistan getöteten deutschen Polizisten die Meldung, dass eine deutsche Frau, die – wohlgemerkt – für eine christliche Hilfsorganisation (ora) arbeitete, entführt worden war. Und prompt poppten gleich Aussagen wie „es soll sich bei den Entführern nicht um Taliban, sondern um Kriminelle gehandelt haben“ über die Ticker…Hallo ? Wer einigermaßen logisch denken kann, wird doch zugeben müssen, dass es sich bei „Taliban“ nur um eine Untermenge der Menge „Krimineller“ handeln kann, sowie der Begriff „Gotteskrieger“ eine Unterkategorie von „Mörder gleichwelcher Motivation“ darstellt. Durch diese mit chirurgischer Präzision geführte Sprachdifferenzierung wird jedoch hierzulande der Eindruck erweckt, die Taliban seien weit davon entfernt, gewöhnliche Kriminelle zu sein – nein, sie haben ja höhere, geistige, religiöse und politische Ziele. Dabei sind sie doch in Wahrheit nichts als eine genauso tief stehende, skrupellose Killerbande, die ihre fadenscheinigen Begründungen für Anschläge und Entführungen aus der islamischen Ideologisierung zieht – killing in the name of… lässt grüssen.

A propos Afghanistan…da war doch mal was mit 23 (jetzt nur noch 21 bzw. 19) koreanischen Geiseln und so einem deutschen Ingenieur….anyone heard anything positive about them lately? Man kann die absurde Situation dort eigentlich nur noch mit einer Portion Zynismus ertragen, wenn man hört, wie die deutsche Presse etwas von einem „Sprecher der Taliban“ faselt. So so, ein Sprecher also! Was qualifiziert den Mann eigentlich für den Job ? Praktikum als Regierungssprecher im Auwärtigen ? Wohl eher unwahrscheinlich…es ist einfach so, dass da zerlumpte selbsternannte Terroristenfürsten sich durch die Angst der westl. Staaten um ihre Leute ein breites Publikum in unserer Nachrichtenlandschaft erobern konnten. Und warum ? Weil wir mit ihnen verhandeln, weil wir sie öffentlich in unseren Hauptnachrichten zu Kommandanten und Sprechern überhöhen, weil wir ihnen  – kurzum – eine Aufmerksamkeit schenken, die sie nicht ansatzweise verdienen.

Nicht dass wir kein Verständnis oder keine Sorge um die Entführten hätten. Wenn ein Teil meiner Familie oder Bekannten da entführt werden würde – God knows what I would do. Aber: Offiziell darf sich kein Staat, sollte sich kein Staat erpressen lassen. Und auch die Medien müssen mehr Rückgrat zeigen; schon die Sprache, die sie benutzen, sollte zum Ausdruck bringen: keine Sympathien mit diesen Gesetzlosen, keine Anerkennung ihres Status! Denn sonst haben diese Henker und Halunken schon gewonnen, ohne einen Schuss abzugeben…und man braucht sich über weitere, immer dreistere Entführungen nicht zu wundern!


Zitat der Woche

All the great things are simple, and many can be expressed in a single word: freedom, justice, honor, duty, mercy, hope. (Winston Churchill)

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