Archive for the 'Europa' Category

Demographie in Gaza und wie der Westen Mitschuld am Terror gegen Israel hat

familieGunnar Heinsohn, Historiker von der Universität Bremen, analysiert mit bestechender Klarheit eine der möglichen Ursachen für Gewalt und Terror im Gaza-Streifen und legt dar, wie der Westen durch seine Finanzierungs – und Versorgungspolitik dort in der Region selbst die Vorraussetzungen für den Terror und die Gewalt schafft, die Israel und die gesamte westliche Welt letztlich heimsuchen. Hier einige, von uns aus dem Englischen übersetzte Auszüge aus dem gestern im renommierten Wall Street Journal erschienenen Artikel:

…bedenke man dies: “ Als die Hamas die Fatah 2007 aus Gaza vertrieb, kostete dies fast 350 Menschen das Leben und 1000 wurden verwundet.“

„In den arabischen Nationen wie z.B. dem Libanon […] hörte das Abschlachten erst auf, als die Geburtenraten in diesen Ländern von sieben Kindern pro Frau auf zwei gesunken waren. Das Kriegführen stoppte, weil keine weiteren Krieger mehr geboren wurden.“

„In Gaza jedoch fand keine demographische Abrüstung statt. Die durchschnittliche Frau bekommt immer noch sechs Kinder.“

„Der Grund für den endlosen Jugend-Überschuss (youth bulge) in Gaza ist darin zu sehen, dass weite Teile der Bevölkerung sich nicht um die Versorgung ihres Nachwuchses kümmern müssen. Die meisten Kinder werden von der UNRWA mit Nahrung und Kleidung versorgt, die auch für Impfungen und die Schulbildung verantwortlich ist.“

„Die UNRWA wird großzügig von den USA (31 %), der EU (fast 50 %) finanziert – nur 7 % der Gelder kommen von muslimischen Staaten. Dank der Freigiebigkeit des Westens lebt fast die ganze Bevölkerung des Gaza in einer Art niedrigen, aber regelmäßigen Geldzahlungs-Abhängigkeit.“

„Unbekümmert von der Notwendigkeit, sich um einen geregelten Lebensunterhalt bemühen zu müssen, hat die Jugend jede Menge freie Zeit zur Verfügung, die sie zum Tunnelgraben, Schmuggeln, Raketenbau und dem Abfeuern von 4500 von diesen auf Israel, allein seit 2006, ausgiebig nutzt.“

„Wenn wir ernsthaft eine neue kriegführende Generation in Gaza verhindern wollen, dann müssen wir den Mut haben, den Bewohnern dort zu sagen, dass sie sich ab nun selbst um ihren Nachwuchs kümmern müssen, ohne die Hilfe der UNRWA. Dies würde die Palästinenser zwingen, sich um eine funktionierende Wirtschaft bemühen zu müssen, anstatt Kriege zu führen.“

Den ganzen Artikel im Original gibt es hier zu lesen, mit einer sehr interessanten Schlussbemerkung auch, wie der Westen noch reagieren könnte. Wie gesagt, eine einleuchtende Analyse insgesamt, wie mir scheint. Die Debatte über Geburten, Geburtenüberschuss, Kontrolle, Lieferungsstopp für Hilfsbedürftige usw. dürfte aber in Deutschland gerade nicht einfach zu führen sein, zu schnell wird man da in ein falsches Licht gerückt.

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Belgien: Knapp einem Terroranschlag entgangen?

platz_belgienWie mehrere Online-Medien (stern.de und ard.de) übereinstimmend (allerdings unter „ferner liefen“) berichten, hat die belgische Polizei wohl wieder mal nur knapp einen bevorstehenden Terroanschlag von Islamisten verhindert, möglicherweise auch für Europa oder gar Belgien geplante. Vierzehn Personen mit Nähe zu Al Kaida wurden festgenommen, darunter einer, der bereits sein Testament in Form von Abschiedsvideos erstellt hatte. Was das heisst, wissen wir alle bzw. haben wir 2005 in London gesehen. Kann man jetzt alles natürlich wieder von zwei Seiten sehen: die einen sehen es als Spiel mit dem Feuer, als Tanz auf dem Vulkan an, was wir hier in Europa betreiben, d.h. dass von Seiten der Polizei und der Dienste bis zum letzten Moment gewartet wird, um die Beweislage voll ausschöpfen zu können. Die anderen werden es als erfolgreiches Beispiel für gelungene Polizeiarbeit anführen. Ich denke mal, es kommt noch ein  dritter, nicht unwesentlicher Faktor hinzu: die (zum Glück) grosse Dummheit und Unbedarftheit der oft Möchte-Gern Terroristen, die entweder nicht merken, wie nahe ihnen die Cops schon sind oder die wechselweise ein Chemie-Bildungsdefizit haben bzw. ihnen computertechnisches Wissen zur Abhörsicherheit fehlt.

Andererseits natürlich dürften sich diese Zeiten ändern und das Leben der Sicherheitsbehörden erheblich erschweren, wenn es Al-Kaida und Co. gelingt, immer mehr frustierte Konvertierte und Radikale aus höheren Bildungsschichten anzusprechen, die z.B. eine deutsche Universitätsausbildung durchlaufen haben. Als Einheimische fallen diese weder optisch noch sozial dann auf, und können unerkannt in der Alltagsgesellschaft untertauchen. Bei all dem Multikulti- oder Mono-Südländer-Kult mancher Großstädte fällt heute schon lange niemandem mehr irgendetwas auf, auch weil die Gleichgültigkeits-Gesellschaft westlicher Prägung jeden sein Süppchen kochen lässt. Und sei die Suppe noch so ungeniessbar.

Die zweite Auffälligkeit ist, dass es mit Belgien wieder einmal eines der kleinen, ultraliberalen Einwanderungsländer mit Übersee-Bezug erwischt hat. Dort haben sich, wie bereits in den Niederlanden und teils auch in Dänemark, schon massive Parallelgesellschaften etabliert, die vom Staat kaum noch zu überblicken sind und wo schon längst eigene Gesetze gelten. Der Rückzug des Staates aus dem Privaten, der ja an sich begrüßenswert ist, wird dort eiskalt von Gegnern unseres demokratischen Grundwesens gegen die Zivilgesellschaft ausgenutzt.  Da werden noch krasse Zeiten auf uns alle zukommen, besonders auf die junge Generation, soviel ist mir jedenfalls jetzt über die Jahre klar geworden. Vielleicht sollte man mal mehr darüber nachdenken, anstatt das in den Randspalten der Nachrichten einfach so stehen zu lassen.

PS.: Der Platz in Brüssel auf dem Bild oben heisst übrigens „Platz der Märtyrer“. What a weird coincidence…

Bild: Copright halmackenreuter, auf pixelio.de

Nackte und andere Tatsachen

Nachdem uns die Medien in den letzten Wochen mit nicht enden wollenden, minutenaktuellen Börsennachrichten versorgt haben, bis zur Übersättigungsgrenze, damit auch der kleine versteckte Broker in uns allen satt werde, ist es jetzt scheinbar Zeit für etwas Neues. Ein neues Schreckgespenst geht um in Europa und die Angst davor frisst den Rest der Seele auf, der noch nicht an den Börsenkursen verzweifelt zugrunde gegangen ist. Die Rede ist von der Panik um die – im Bildzeitungsstil so treffend benannten – sog. „Nacktscanner“, die an europäischen Flughäfen  in Bälde zum Einsatz kommen sollen. Man lese dazu sich vielleicht erst einmal die Medienberichte, die auch schon vor einigen Wochen ähnlich herumgeisterten, hier und hier durch.

Eines gleich mal wieder vorneweg gesagt, um nicht missverstanden zu werden, was ja bei ungenauem Lesen heutzutage Usus ist: auch wir sehen die starke Fokussierung der Politik auf Überwachung, Ausspähung der Privatsphäre von uns Bürgern etc. kritisch. Und Medien dürfen, sollen und müssen manchmal auch durchaus fragwürdige Maßnahmen seitens des Staates oder der Behörden kritisieren können. Doch bei Online-Postillen, die es oft mit der Auswahl wirklich wichtiger Nachrichten nicht so genau nehmen, darf man mit ebenso gutem Recht misstrauisch und satirisch sein. Um so mehr bei Themen, die unterschwellig mit Ängsten der Bevölkerung spielen. Wie eben besagter Nacktscanner. Da assoziiert natürlich der Leser beim ersten Sichten der Artikel, dass man quasi virtuell ausgezogen würde durch die neue Abtast-Technik. Wird man zwar auch irgendwie, aber nun doch nicht so, dass die Qualität des entstandenen 3D-Abbildes wirklich die Realität wiedergeben würde. Jedenfalls sieht das, was SpOn in der zugehörigen Fotoserie zeigt, nicht wirklich realistisch oder gar, wie suggeriert wird, so real aus, dass es für erotische Fantasien von Zollbeamten reichen würde. Jedes mit „Poser“ erstellte 3D-Modell sieht besser aus. Ja, werden einige einwenden, aber es sind personalisierte Daten, mit denen man evt. der Lächerlichkeit oder sonstwas preisgegeben werde. Natürlich, angenehm ist der Gedanke nicht, so durchleuchtet zu werden, aber da gibt es durchaus Möglichkeiten, das zu anonymisieren, die auch in den Artikeln dann beschrieben werden. Im Übrigen wird das herkömmliche Abtasten auch meist nicht gerade als angenehm empfunden, und jeder, der mal zur Musterung musste, weiß, dass dieser Sport beim Kreiswehrersatzamt noch etwas konsequenter betrieben wird. Zudem ist da gesetzmäßig noch nichts in trockenen Tüchern und völlig sinnlos ist diese Maßnahme ja nun nicht, denn keiner von uns möchte gern in 11000m Reiseflughöhe ein Keramikmesser an den Hals gesetzt bekommen oder zusehen, wie ein Schuhbomber die thermische Energie seines Plastik-C4 in gasförmige Endprodukte umsetzt.

Also erstmal keine Panikmache, liebe Medien, und mal lieber ein paar wichtige Nachrichten bringen. Wie geht es zum Beispiel Eric Breininger heute, hat er gut geschlafen auf dem harten Boden Afghanistans und ist seine neueste Grussbotschaft an sein geliebte Heimat schon im rollout oder müssen wir noch eine Weile warten, bis der Herr wieder gnadenvoll zu uns spricht ? Und bezieht Elke Heidenreich jetzt eigentlich Hartz IV oder ALG II ? Und hat Präsident Obama eigentlich schon die Guantanamo-Insassen zur Adoption für Spiegel-Redakteure freigegeben ? Ach…der ist noch gar nicht…? ! Ups, muss wohl irgendwie in der Flut wichtiger Nachrichten untergegangen sein…

Omar und Abdirazak, 2 kleine Terroristen: ein Ablaufprotokoll – wie es gewesen sein könnte

Die folgenden Schilderungen, insbesondere das Gesprächsprotokoll, stützen sich zwar auf die vernünftigen Gedanken eines normalen Durchschnittsbürgers, der heute die tatsächlichen Geschehnisse in den Medien verfolgte, sind aber dennoch reine Satire und Produkt überbordender Phantasie des Autors. Übereinstimmungen mit toten oder noch nicht in die Luft gesprengten Personen sind rein zufällig.

Köln, heute morgen, 5.23 Uhr. Im Zubringer zum Flughafen Köln-Bonn. „Ey Abdi, was fällt disch ein ? Nix schlafen hier in S-Bahn, kannst du nachher in Flieger. Und pass auf dein Koffer, Bruder, gleich fällt zur Seite, so schwer. Maschallah!“

Abdirazak (wacht aus Nickerchen auf, schaut verschlafen): „Häh, was wo..? Ah, masch`allah, danke Bruder. (lacht) …aber wenn schon, is eh noch keine heisse Braut drin. Verstehst du, Mann ? Alles ok, elhamdullilah.“

Omar (zischt): „Elhamdullilah, ja ja, aber sei jetzt mal leise. Du weisst, dass d i e überall sind. Weisst du noch, achi, die Sache mit Abu S. und die ganze Geschichte, achi, komm du weisst schon. Wir sind gleich da. Alter, jetzt schön ruhig bleiben an der Gate nachher oder wie das heisst.“

Flughafen Köln-Bonn, 6.35 Uhr. An Bord von Fokker F-50, KLM  1804 for Amsterdam – Schiphol.

„Ladies and Gentlemen, again we welcome you abord Flight 1804 for Amsterdam Schiphol. For those of you who`ve been boarding late, we should be cleared for take-off in a few minutes. We`ll be taxiing soon and require you all to please remain seated until we`re up and about. Thank you for your cooperation and have a nice flight.“

„Hey Omar, siehste, war alles easy oder ? Die Grenzkartoffeln sind so blöd. Nix ham die gecheckt, Alter, nix. Suban-Allah Bruder, das richtige Leben wartet auf uns. Guck mal, wir rollen schon weg.“

„Ja, Abdi, maschallah, Schiphol-shithole (kichert)….wir kommen. Und dann gehts weiter….die Deutschen werden noch von uns hören, ich schwör. Was so Rasieren und Frisör so ausmacht, alhamdullillah, möge Gott uns verzeihen.“

Dame auf dem Nebensitz: „Seitz ihr zwei Jesellen da jetzt mal n bisken leiser ? Ma meint ja jrade, ihr wärt noch nie jeflochen. Meine Jüte, isch kriesch kleich de Krise, hier. Warum jeht das dann net vorwärts ? Mer wolle alle heute noch anjekommen sin, nee ?“

6.48 Uhr. „Ladies and gentlemen, this is the captain. We are sorry for the inconvenience, but we`ve been advised to return to gate again. Please remain seated. We`ll inform you again shortly. Thank you.“

Omar (schaut aus dem Fenster): „Ey, achi, was is jetzt ? Kuckst du, wir wieder gleich an Gate- ey, de Alter rollte weg zu Dings…äh, was solle das jetzt ? Maschallah –  er hat auch grade gesagt…, ey Mann was solle das ?“

“ Ey Bruder, nur de Ruhe. Vielleischt is nur de Technik. Weisste, der Schrottmaschine e hatte gebrannt, vor paar Wochen. Oder meinste, ne Ernst, wegen uns ? Ham die (blickt sich besorgt umher) …achi, ham die was gehört ? “

6.54 Uhr. Abdirazak sieht durch die Scheiben die Hektik am Gate, wird unruhig. Zivilbeamte machen sich bereit. „Achi, da is ungewöhnlisch. Kuck mal, wie die gucken. Maschallah, was machen wir ? Haben nichtmal nix Messer oder so…“

„Ruhisch, achi, ruhisch. Die müssen uns erst mal was nachweisen. Denk an Code B, Code B, verstehst du ? Heirat, Pakistan Heirat, alles klar ? Beweisen könn`die eh nisch. Dumme Kafir, möge Allah sie…“

„LKA Nordrheinwestfalen, Sie sind vorläufig festgenommen. Bitte stehen Sie auf und leisten Sie keinen Widerstand..“ Die beiden werden abgeführt. Und wieder einmal ist die zivilisierte Welt dem Terrorismus nur knapp entkommen.

(Bildquelle & Copyright: https://atimetostand.wordpress.com )

Die „10 Gebote“ des J. Todenhöfer ? oder Wie die Plakatwerbung lügen lernte…

Todenhöfer_PlakatEines vorneweg: Nichts gegen Herrn J. Todenhöfer persönlich. Auf den ersten Blick ein freundlicher, mittlerweile grau melierter Mann mittleren Alters mit einer sanften, zu seinem Gentleman-Auftreten passender Stimme. Ein Mann mit sehr dezidierten, auch sehr durch persönliche Erfahrung geprägten Ansichten zum Thema „Clash of civilizations“, Irakkrieg, Kampf gegen den Terror usw… Es gibt nur ein Problem: er hätte seine Erfahrungen und Geistesblitze vielleicht doch besser für sich behalten sollen, oder allenfalls im Kreise seiner Familie ausdiskutieren mögen. Denn mittlerweile neigt Todenhöfer, nachdem er die letzten Monate (oder Jahre ?) durch alle Talkshows à la Kerner & Co. getingelt ist und Bücher mit den Titeln von Kinder-Vornamen herausbringt, doch arg zum nervtötenden Dauermoralisieren. Und seit heute das: von jeder zweiten Leuchtreklame in der Stadt springt einem die Werbung für sein neuestes Machwerk „Warum tötest du, Zaid ?“ entgegen (s. Foto) .

An sich ist es ja nichts Verwerfliches, durch gezielte Provokation Werbung für ein Printerzeugnis zu betreiben. Machen andere ja auch, jeden Tag. Diese Werbung, die in die grobe Form von 10 Thesen zum Thema „Der Westen“ und seine Beziehung zum Islam gepresst wurde, ist jedoch fast schon keine Provokation mehr, sondern geht an die Grenze zur Verleumdung, ja man möchte fast meinen, zur Selbstaufgabe. Einige würden vielleicht sogar schon von islamischer Propaganda sprechen. Todenhöfer, bei dem man spürt, das er das wirklich ernst meint und dessen Geschichten- unbestritten – auch emotional ergreifend sind, macht sich hiermit aber leider zum Frontmann islamischer Geschichtsverdrehung, anders kann man es mittlerweile nicht mehr bezeichnen. Und die muslimischen Massen werden mit ihm prahlen und voller Stolz auf einen westlichen Intellektuellen, der sich für sie einsetzt, verweisen, da bin ich mir ziemlich sicher.

Aber warum ist diese Plakatwerbung von Todenhöfer so ungeheuerlich provokativ wie sie falsch ist ? Gehen wir seine Thesen einmal der Reihe nach durch:

1. Die „Eyecatcher“- Eröffnungsthese: Der Westen ist viel gewalttätiger als die Muslime bzw. die muslimische Welt. Angeblicher Beweis: Millionen arabische Zivilisten wurden während der Kolonialisierung getötet. Also erst einmal: das ist übelster Bildzeitungs-Stil. Eine Behauptung, und dann ein einziger, knapper Satz als Beweis nachgeschoben. Na toll! Wenn einem nichts mehr einfällt, der Allzweckhammer Kolonialisierung. Die ist ja, wie wir heute wissen, so ziemlich für alles verantwortlich, nicht wahr ? Von AIDS bis tropischen AK-47s, vom Artensterben bis zur Wirtschaftsschwäche Perus. Und auch die vermaledeite Globalisierung – wer ist letzlich schuld ? Die europäischen Kolonialisten, bien sur. Ach – und zum Thema Gewalt: die Eroberung Andalusiens, die rasende Ausbreitungs des Islams in den ersten Jahrhunderten nach einem gewissen Herrn M., die tagtäglichen Greueltaten in den Ländern, wo die Scharia Staatsrecht ist, das ist ja sicher nur ein Zuckerli gegen die westliche Gewalt…ja ja…wers glaubt, wird selig (oder auch nicht).

2. Es ist angesichts der „Kriegspolitik des Westens“ nicht wirklich erstaunlich, das Extremisten immer mehr Zulauf bekommen. OMG! Mein schönes Abendessen sucht sich gerade unvermeidlich seinen Weg nach oben. Werterelativismus nannte man so was früher mal, beschönigend ausgedrückt. Die armen Extremisten, sie können ja gar nicht mehr anders, angesichts unserer Kriegspolitik…nein, so was aber auch. Die Extremisten kämpfen ja auch so mutig, Mann gegen Mann, gegen die amerikanischen Soldaten. Da wird sich mittags um 12 in der Gluthitze Falludjas aufgestellt, und 1 gegen 1 die Pistoleros gezückt…in der Mehrzahl andere Muslime zu überfallen und diese wg. unterschiedlicher Sub-Glaubensrichtung (Shiiten vs. Sunniten) niederzumetzeln, nein, das käme den „legitimen“ Extremisten nie und nimmer in den Sinn… *Ironie-mode off*

…. und so geht es Schlag auf Schlag weiter. Es ist zu ungeheuerlich, um alles hier durchzusprechen. Besonders hervorheben möchte ich jedoch noch Punkt 4 (Muslime haben die westliche Kultur entscheidend mitgeprägt) und Punkt 5 (Auch im Koran ist die Liebe zu Gott zentrales Gebot). Wo die westliche Kultur „entscheidend“ durch die islamische mitgeprägt worden sein soll, kann ich – außer bei den arabischen Zahlen und so einigen Sprachelementen, die diese Eroberer ins spanische Andalusien mitbrachten – beim besten Willen nicht erkennen. Und Dönerbuden sowie Perserteppiche sind ganz sicher keine Kultur-Bestandteile, noch beweisen sie die Friedlichkeit einer Religion. Und das die Liebe zu Gott im Koran eine zentrale Stellung einnimmt, das ist glatt gelogen! Das, was der Koran fordert, ist allenfalls Respekt und Unterwerfung vor Gott (+ ständige Angst vor Strafe bei Übertretung der göttlichen Gesetze). Göttliche Liebe, Liebe bis hin zur Selbstaufgabe, zur Menschwerdung („gab ich meinen eigenen Sohn hin…“) bleibt – sorry, guys – wohl im Copyright des Christentums!

Bleibt eigentlich nur noch eine Frage zum Schluss: Wann dürfen wir Todenhöfer zur Konvertierung zum Islam „gratulieren“ ?

Der Terror des 11. März: Ein Nachtrag

11. März SpanienGestern wurde in Spanien in Gedenken an den vierten Jahrestag der Anschläge vom 11. März 2004 getrauert – in Deutschland hingegen war mal wieder erstaunlich wenig Berichterstattung darüber zu finden. Nur im Zusammenhang mit den dort auch wieder gerade abgehaltenen Wahlen, bei denen die Sozialisten gewannen, war auch dann die Rede von der erneuten Bedrohung Spaniens durch den islamistischen Terror. Nein, dass vor ziemlich genau 4 Jahren, über 190 Menschen im Herzen Europas, in die Luft geflogen oder bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sind, sowie ca. 1800 Menschen zum Teil schwerste Verletzungen, die sie bis an ihr Lebensende mit sich tragen werden, erlitten haben – nein, das ist nicht wichtig für die (noch) terrorverschonten Deutschen. Für uns ist es wichtiger, ob Obama der Hillary wieder eine Klatsche erteilt hat oder the other way round. Oder ob Kurt Beck neue Rekorde im SPD-Wähler-Vergrätz Wettbewerb aufstellt. Dass wir Solidarität zeigen müssen in Europa, mit jedem Land, welches von Terror betroffen wurde, – auch nach außen, als Zeichen unserer Unbeugsamkeit und Stärke gegenüber den barbarischen Glaubensfanatikern, ist leider noch nicht so selbstverständlich, wie es sein sollte. Doch gerade das halte ich für die Herausforderung des 21. Jahrhunderts: Sind wir als moderne Gesellschaften zu leichtgläubig, schnelllebig, hedonistisch und egozentrisch geworden, um auch emotional die terroristischen Bedrohungen zu meistern ? Wo sind die Denkmäler, die nach ihnen benannten Straßenzüge für all die vielen unschuldig im Namen Allahs ermordeten Opfer ? Für jede Anti G8 oder Klimaschmonk-Demo, für jede Anti Bush oder Pro Pälestina-Demo kriegt man locker mehr Leute zusammen als für die wirklichen Opfer brutalster, fanatischster Gewalt. Haben wir schon resigniert, ist es das Gefühl allgemeiner Macht- und Ratlosigkeit ? Vertrauen wir wirklich auf die schützende Hand des Staates, der uns vor allem Unbill fernhält ? Wenn man sich die Debatte um den Datenschutz dagegen ansieht, überwiegt, so scheint es, aber auch hier – und das nicht einmal ganz zu Unrecht – die Skepsis. Bis zum nächsten grossen Anschlag, der uns vielleicht wieder aus unserem Dornröschenschlaf herausreissen wird für einige Tage, oder sogar Wochen.

Hier zur Erinnerung an die Terroranschläge von Madrid und im ehrenden Gedenken an die unschuldig ermordeten Zivilisten und ihre Angehörigen einige wertvolle Links (teilweise in spanisch):

http://www.elmundo.es/documentos/2004/03/espana/atentados11m/ 

http://edition.cnn.com/SPECIALS/2004/madrid.bombing/

http://www.20minutos.es/noticia/209969/0/

http://www.asociacion11m.org/

http://www.time.com/time/europe/html/040322/story.html?cnn=yes

Bild-Quelle: El Pais, 2004.

Friedliebender Religionsstifter ?

Zumindest wenn man das hier in der welt online von heute liest, müssten sich erste, leise Zweifel an der Friedensliebe dieses Religionsstifters einstellen – selbst bei einem unbedarften, westlichen Leser der Gutmenschen-Fraktion, der den direkten Vergleich mit Jesus, Buddha usw. scheuen mag, weil nicht sein darf, was vermeintlich nicht sein kann. Man mag ja meinetwegen dem Autor des welt-online Artikels Voreingenommenheit vorwerfen, aber einerseits beruht der Artikel auf vielen Fakten, die auch von Moslems frank und frei zugegeben werden und andererseits spiegelt das aktuelle Verhalten einiger Anhänger dieser Religion (s. Randale in Dänemark) mal wieder exakt dieses jahrhundertealte, eingeübte Verhaltensmuster wieder: erst Toleranz heucheln, dann wegen Kritik/Spott über die eigene Religion beleidigt sein, sogleich dann Aufmerksamkeit für die eigene „Verletztheit“ fordern, anschließend pöbeln und randalieren, bis man gehört wird, und als Krönung des ganzen dann das eigene gewaltsame Verhalten (religiös) legitimieren.


Zitat der Woche

All the great things are simple, and many can be expressed in a single word: freedom, justice, honor, duty, mercy, hope. (Winston Churchill)

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