Archive for the 'USA' Category



Obama und McCain: heute Nacht, live im Duell!

Wer morgen, respektive eigentlich heute, ausschlafen kann, sollte es nicht verpassen: in Kürze, etwa gegen 3.00 Uhr (MEZ) nachts überträgt das Erste und CNN live das erste grosse Fernsehduell zwischen John McCain und Barack Obama. Man darf gespannt sein! Die Livestreams gibt es auch im Internet: bei der ARD unter diesem Link, bei CNN klicke man hier ( evt. muss an dieser Stelle vorher noch ein Plugin heruntergeladen werden). (Bildquelle & Copyright: http://www.scpr.org/, Shoemoney Media Group, verändert)

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Amerika ehrt die Opfer des 11. Septembers

Jetzt live auf N24 bzw. im N24-Livestream im Internet: Amerika ehrt die Toten der Anschläge vom 11. September 2001 mit Gedenkfeiern in New York und Washington. Gleichzeitig wird an der Stelle des Einschlages von American Airlines Flug 77 in das Pentagon die Gedenkstätte für die 184 Opfer eröffnet. Für jeden Getöteten im Pentagon und an Bord des Airliners ist eine Sitzbank mit dem eingravierten Namen aufgestellt worden, unter denen das „water of life“, also jeweils ein kleiner Bach angelegt wurde. Zusätzlich wurde für jedes Opfer der Anschläge ein Baum gepflanzt, als Symbol des Lebens und der gleichzeitigen Erinnerung. Auch das Alter der Getöteten (vom 3-jährigen Kind bis hin zu einem 71-jährigen Erwachsenen) ist symbolisch in die Gestaltung der Außenmauer der Gedenkstätte miteinbezogen worden. Eine sehr angemessene und zum Nachdenken anregende Form der Erinnerung, wie ich finde. Im Gegensatz zu uns Europäern ehrt Amerika seine Gefallenen sowie die zivilen Opfer von Terroranschlägen viel mehr, wie man wieder einmal feststellen kann. Oder wo sind die Gedenkstätten in Deutschland für die bei den Anschlägen damals umgekommenen Deutschen, wie z.B. Christian Adams aus Biebelsheim ? Wo sind die Straßen, Plätze, Gymnasien, die nach ihnen benannt wurden ? Jedenfalls sind sie, wenn es sie geben sollte, bisher noch nicht ins öffentliche Bewusstsein gedrungen.

Gedenken an den 11. September

Heute ist zwar erst der 10. September, aber wir müssen es schon einmal aus aktuellem Anlass vorweg nehmen: Morgen jähren sich die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon zum siebten Mal, und es ist einmal wieder interessant zu sehen, wie oder ob diesmal dieses historische Ereignis seine angemessene Repräsentation in den deutschen TV-Medien findet. Dazu zeigte das ZDF bereits gestern den Film „Flug 93“ von Paul Greengrass im Hauptprogramm um 20.15 Uhr – einer der emotionalsten und akribisch nachgezeichnetsten 9/11 – Filme der jüngsten Zeit, die ich kenne. Im Anschluss daran lief eine gute und ausnahmsweise einmal seriös gemachte Dokumentation, in der vor allem Angehörige und den Opfern Nahestehende zu Wort kommen (wer es verpasst hat, hier in der Mediathek des ZDF kann man sie in voller Länge nochmal sehen). Endlich einmal ein sinnvoller Beitrag also von den Öffentlich-Rechtlichen – seltsam ist nur, dass diese Art von Sendungen schon zwei Tage vor dem Jahrestag ausgestrahlt werden – hat man Angst vor der privaten Konkurrenz morgen ? Wohl kaum, denn auf den restlichen Sendeplätzen herrscht am 11. September gähnende Leere, bis auf zwei wenig ergiebige, aber quotenheischende „Dokus“ zur Nebensendezeit: RTL II zeigt um 23.10 „Schicksalsreportage -9/11 Sprung in den Tod“ und bei VOX wird der Verschwörungsquatsch wieder aufgewärmt („9/11 Mysteries“ läuft um 22:50). Na ja, immerhin besser als nichts – das nennt sich in Deutschland dann wohl Grundversorgung. Wer mehr und nähere Informationen, Hintergründe, Würdigungen der Opfer dieses für uns alle schicksalhaften Tages der Weltgeschichte erfahren will, wird wohl amerikanische Nachrichtensender oder das Internet dann bemühen müssen.

Messias-Rhetorik in der deutschen Presse

„All hail the great Obama! All praise the allmighty Obama! Obama, save our souls! Obama, Germanys next top messiah!“ So oder ähnlich schallt es meiner Meinung nach im Moment aus dem deutschen Medienwald, der Medienrummel um den Parteitag der Demokraten ist ja kaum noch zu toppen. Was einem aber so richtig auf den Senkel geht, ist diese bedingungslose Verehrung, ja fast Anbetung von Barack Obama in den deutschen Medien (und folgerichtig, wahrcheinlich auch bei einem Grossteil der Bevölkerung). Gleichzeitig wird Mc Cain, der republikanische Gegenkandidat, in einem bisher nicht gekanntem Ausmaß durch den Dreck gezogen. Kleines Beispiel gefällig ? Hier die wordcounts aus einigen aktuellen Berichten:

Gregor Peter Schmitz bei SpOn: Obama – verheißt – fulminante Rede – Popstar – Staatsmann – gemeistert – jubeln – strahlend – verewigt – feuchte Augen – Theaterzugabe – Popkonzert – schwärmt – Helden – demokratischer Hoffnungsträger – attackiert – Geiste (Martin Luther) Kings – Begeisterung – Enthusiasmus

Matthias Matussek bei SpOn: Obama – Gladiator – prächtig schlägt – was für eine Rede – Gesamtkunstwerk – beschwor – Prediger – attackierte die Herzlosigkeiten – neue Generation – neue Welt – ein besseres Morgen – passt überall hin – Erweckungsgottesdienst – Dynamik – Steigerung – überlebensgroß – die Cosby-Familie des neuen Jahrtausends – präsidialer Glamour – Strahlenkränze – aufrechter Mann – Familienvater – der Liebende – streitet für Gerechtigkeit

Phw bei SpOn: Us-Analysten bejubeln Obamas „Meisterwerk“

and so on… bei heute.de und anderen sog. „Leitmedien“…

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich das schöne Sprichwort letztlich bewahrheitet: „The bigger they come, the harder they fall!“

Bildquelle, Copyright: pixelio.de, Gerd Altmann

Omar Khadr und das Mitleid der dt. Linken

Was drückt dieses nebenstehende Foto für sie aus, liebe Leserinnen und Leser ? Respekt vor der westlichen Gesellschafts- ordnung und die Darstellung tiefster religiöser Humanität ? Gelungene Integration durch Bewahrung der eigenen Tradition und Identität ? Ist dies der Fall, dann sollten sie lieber hier nicht weiterlesen, denn es könnte ansonsten sein, dass sie erhebliches Missfallen daran haben werden. Für uns drückt dieses Foto nämlich nur eines aus: tiefste Rückständigkeit, Frauenverachtung und Abschottung aus religiösen Motiven bei gleichzeitiger Ausnutzung der Freiheiten einer Gastgebergesellschaft. Diese Aufnahme aus Kanada zeigt nämlich einen Teil der Familie des Guantanamohäftlings Omar Khadr, dessen Verhörvideo diese Woche allenthalben durch die gutmenschlich eingestellte deutsche Presselandschaft geisterte. Es ist der weibliche Anhang eines durch seine Familie zum radikalen Islamisten erzogenen jungen Mannes, für den verrückterweise nun jeder aufrechte Demokrat Mitleid und Verständnis haben soll, wenn es nach SpOn und anderen Leitmedien ginge. Aus einem harmlosen Verhörvideo, auf dem weder Folter, Misshandlung oder psychischer Druck zu erkennen ist, werden seitenlange Online-Beiträge gestrickt und ein angeblich neuer Guantanamo-Skandal herbeigeredet. Ja, wir sagen bewusst herbeigeredet, weil die Faktenlage keinen anderen Schluss zulässt. Unabhängig davon, wie man den Rechtsstatus von Guantanamo generell beurteilen mag, bringt dieses Verhörvideo eines jungen, in Afghanistan radikalisierten Mannes, keine neuen oder erschreckenden Erkenntnisse. Er war 16 bei seiner Festnahme, na und ? Mit 16 tötete er ja auch in einem Handgranaten – Mad rush einen amerikanischen Soldaten, als diese ihm zuvor eine halbe Stunde Bedenkzeit zum Sich-Ergeben ließen. Kann froh sein, dass sie ihn bei der Aktion nicht erschossen haben. Er wurde stattdessen verwundet. Na und ? War is war, my friend. Seine Familie hatte engste Kontakte zur radikalen Führungsspitze der Al-Kaida. Grund genug, zu versuchen, ihn als Informationsquelle über die Terroristen zu nutzen. Er machte widersprüchliche Angaben und Geständnisse, daher sitzt er noch immer. So what ? Woher kommt nur immer das wohlmeinende Verständnis der linksorientierten Presse für all die aushäusigen Verbrecher und Terroristen ? Ihre eigenen Großväter, wenn sie denn Greueltaten im WW II begangen haben, würden sie wohl weniger gutmeinend beäugen, I guess.

Und wie gesagt, schaut man sich dann die Artikel und Videos zu dem Thema genauer dann, bekommt man nicht unbedingt den Eindruck einer toleranten, voll integrierten Familie. Nicht auf den ersten Blick, zumindest. Und nicht auf den zweiten.

Bildquelle: Screenshot, Spiegel TV (online)

Afghanistan und Irak – ein Rollentausch

Einige mag diese Meldung, herausgegeben vom US-Militär, überrascht haben: 60 % weniger Anschläge im Irak, in Bagdad mittlerweile 90 % Sicherheit (sogar SpOn kommt nicht umhin, diese Meldung zu bringen, die viele Spiegel-Berufspessimisten in Sachen Irak alt aussehen lässt). Wer sich aber schon ein bisschen intensiver mit dem Thema befasst hat, den kann es nicht wirklich überraschen, dass der „surge“, also die Truppenaufstockung im Irak und die gezielten Razzien der Terroristennester dort, messbare Erfolge zeigt. Klar, der Irak ist immer noch kein „friedliches“, oder auch nur befriedetes Land im westlichen Verständnis von Ordnung und Sicherheit, aber es gibt erstmals wirkliche Fortschritte, und dies gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Entscheidung von Bush diesbezüglich eine richtige war. Viel hilft eben manchmal viel, so banal das klingt und so brutal die Realität im Kampf gegen den Terrorismus in der Praxis auch aussieht. Einfach mal bei liveleak.com nach Irak und IED suchen, das Ergebnis dürfte Bände sprechen.

Das momentane Gegenbeispiel Afghanistan zeigt aber auch die andere Seite ebenso schonungslos auf: wo die Bundeswehr, seit einigen Jahren immerhin im Lande stationiert, nur eine Art besseren THW für die Nato spielt und zudem personell und equipment-technisch hoffnungslos unterversorgt ist, dort gedeihen und blühen wieder nicht nur die Mohnfelder, sondern auch die ansässigen Extremisten. Gerade in den letzten Tagen gab es wieder einige verheerende Anschläge mit hunderten von Toten. Es sieht momentan so aus, als würden der Irak und Afghanistan gerade die Rollen tauschen und nicht umsonst hat Robert Gates erst kürzlich von Deutschland mehr (militärisches) Engagement in Afghanistan gefordert. Doch im Moment wird am Hindukusch mehr gestorben als irgendwelche hehren Werte verteidigt…

John McCain for president!

So, nun neigt sich also auch dieser „Super-Tuesday“ dem Ende zu und ganz nüchtern betrachtet, muss man zunächst einfach mal festhalten: der heimliche, leise Sieger dieses ganzen US-Vorwahlrummels könnte am Ende John McCain lauten. Warum ? Ganz einfach: wo zwei sich streiten, freut sich der Dritte, sagt schon ein altes Sprichwort. Konkret angewendet, heisst das: je enger der Abstand zwischen Obama und Clinton wird, je mehr sich von diesen Kandidaten der Demokraten der eine der anderen die Butter vom Brot nimmt, umso mehr diese beiden ihre Wählerschaft polarisieren, desto mehr Zeit und Arbeit kann der haushohe Favorit auf der anderen Seite – also McCain – nun in die Schärfung und Ausgestaltung seines politischen Profils stecken. Und das bedeutet im Normalfall ja mehr Überzeugungskraft zur Mobilisierung der eigenen Anhänger und derer, die noch unsicher sind, für was „ihr“ Präsidentschaftskandidat denn einstehen sollte. McCain macht unabhängig davon auf mich den überzeugendsten und vernünftigsten Eindruck von allen Bewerbern, gerade in Hinblick auf die Beziehungen zu Europa, und auch trotz – oder gerade wegen – seines für einen US-Präsidenten doch recht hohen Alters. Schade, dass in den deutschen Medien mal wieder recht selektiv berichtet wird, wo allein Obama gefühlte 75 % der Sendezeit über den US-Wahlkampf für sich in Anspruch nehmen kann. Na ja, bleibt nur zu hoffen, dass sich das nach der endgültigen Nominierung der Präsidentschaftskandidaten dann auf fifty-fifty einpendelt, was allerdings zugegebenermaßen ein wage Hoffnung ist. Also dürfen wir hier auch ruhig mal ohne schlechtes Gewissen die Werbetrommel für den (noch) unbekannteren Kandidaten des illustren Terzetts rühren. Mein persönlicher Favorit ist er auf jeden Fall schon mal.


Zitat der Woche

All the great things are simple, and many can be expressed in a single word: freedom, justice, honor, duty, mercy, hope. (Winston Churchill)

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