Archive for the 'Religion' Category

4 Islam-Konvertiten wollten heute Anschläge in NYC durchführen

FoiledplotBetonung liegt auf wollten, zum Glück. Alle vier wurden heute von FBI-Beamten festgenommen, als sie, bewaffnet mit vermeintlichem C4-Plastiksprengstoff und Stinger Boden-Luft Abwehrraketen, zur Tat schreiten wollten. Die Waffen und der Sprengstoff waren zuvor von Informanten unbrauchbar gemacht worden, dennoch wurden ihnen die Sachen im Glauben, dass sie funktionieren, von den Terroristen abgekauft. Damit sollten heute zwei Synagogen in NYC und Flugzeuge auf einer Militärbasis beschossen bzw. abgeschossen werden.  Alle vier sind sog. „homegrown terrorists“, heißt es, und stünden schon seit einem Jahr unter Beobachtung der Bundesbehörden. Dies ist die aktuelle Faktenlage, soweit bekannt. Was wieder einmal auffällt:

Während die amerikanischen Nachrichtensender naturgemäß als erste und relativ professionell darüber berichten, sogar die vier islamischen Decknamen der Terrroristen nennen, schafft es Spiegel Online mal wieder, in seinem langen Artikel das Wort „Islam“ oder „islamistischer Terrorismus“ mit keinem einzigen Wort dabei zu erwähnen. Statt dessen macht man sich bei der Redaktion Sorgen, dass den Männern wohl lange Haftstrafen drohen. Mehr muss man zum Thema deutsche Medien im Jahre acht nach 9/11 wohl nicht sagen, leider…

Photo, Quelle: abc-news.com

„200 Kilogramm mit Splittern, inschallah“

fritzg_terroristenprozessIn wenigen Tagen beginnt einer der größten Terrorprozesse in der Geschichte der Bundesrepublik, und bislang ist die FAZ mit ihrer Online-Ausgabe das einzige Medium, dass schon jetzt vorab interessante und zugleich neue, erschreckende Details aus dem Todesplan der zum Islam konvertierten Attentäter veröffentlicht: „200 Kilogramm mit Splittern, inschallah, das macht ’nen Riesenbums“. Wer nach der Lektüre des Artikels immer noch glaubt, das wir ein Hafen der Glückseligkeit sind, dem ist nicht mehr zu helfen – das hätten wir vor zwei, drei Jahren noch gesagt. Mittlerweile ist es bis in die Wohnstuben und Kaminzimmer der Gutmenschen durchgedrungen, von daher erübrigte sich dieser Kommentar ja eigentlich. Allerdings hat man schon das Gefühl, dass unbequeme Wahrheiten in Deutschland immer noch gerne verdrängt werden, getreu einem anderen, bequemen Motto: „Mich wird`s schon nicht treffen. Und im Straßenverkehr sterben ja auch jeden Tag Dutzende.“ Kann man halt nichts machen, und Achselzucken…

Ach so, ja noch was: machen kann scheinbar auch die deutsche Justiz nicht so viel, jedenfalls nicht so viel, wie man meinen möchte. Am Ende des Artikels steht, die maximale Höchststrafe für einen der potentiellen Hundertfach-Massenmörder betrüge 15 Jahre Gefängnis! Oder, modern ausgedrückt, 15-mal  neue schwedische Pirate Bay-Server aufziehen, das brächte Sie für ungefähr dieselbe Zeitspanne hinter die gleichnamigen Gardinen. Argumentation: Aufgrund des erfolgten Zugriffes kam es ja dann noch nicht einmal zum Versuch, eine Explosion herbeizuführen – von daher bleibt nur „Verabredung zum Mord“ als Hauptstraftatbestand.  Justizlogik at its best!

TV-Tipp: stern.tv über die Terrorbrüder aus Deutschland

tvtippEtwas knapp, aber wir wollten trotzdem darauf hinweisen, vielleicht sieht es ja der eine oder andere: heute abend, bei stern.tv auf RTL, ist eines der Themen die beiden Terror-Brüder aus Bonn, also die zwei deutschen Islamisten, die jetzt per Video-Botschaft schon zum dritten Mal zum heiligen Krieg gegen Deutschland aufrufen. Außerdem: der Islam-Aussteiger Barino gibt wieder ein – bestimmt sehenswertes – Interview über die „Friedensreligion“.

Was hat der kommende NATO-Gipfel mit dem Islam zu tun?

natoEigentlich nichts, möchte man meinen. Aber es ist doch sehr interessant, einmal die Begründung für die erheblichen Bewegungseinschränkungen für die Bürger und die allgemeinen Sicherheitsauflagen der Stadt Baden-Baden zu lesen (das Treffen von hochrangigen Staatschefs und Politikern aus den NATO-Mitgliedsstaaten findet anlässlich des 60.ten Geburtstages des Verteidigungsbündnisses vom 2.-4. April 2009 in Straßburg, Kehl und Baden-Baden statt). Hier einige Auszüge aus der „Allgemeinverfügung“ und deren anschließender Begründung der Stadt Baden-Baden:

1. In der Zeit vom 02.04.2009, 10.00 Uhr, bis einschließlich 04.04.2009, 10.00 Uhr, werden in Baden-Baden Sicherheitszonen eingerichtet. […]

2. […] Anwohner und sonstige Berechtigte dürfen sich in der Sicherheitszone 4 (gelb) außerhalb der befriedeten Besitztümer nur in Begleitung von Polizeibeamten zum Betreten oder Verlassen dieser Sicherheitszone bewegen.

[…] Viele Delegationsmitglieder sind in sogenannte Gefährdungsstufen klassifiziert, zum Teil besteht die höchste Gefährdungsstufe 1. Das bedeutet, dass die Person erheblich gefährdet und mit einem Anschlag zu rechnen ist. […]

[…] Insgesamt ist daher nach wie vor von einer hohen abstrakten Gefährdung durch islamistisch motivierte Zirkel auszugehen. […]

[…] In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass Deutschland aufgrund des Einsatzes von Bundeswehrsoldaten im Rahmen des unter NATO-Führung stehenden ISAF-Einsatzes in Afghanistan, der auch im kommenden Bundestagswahlkampf eine Rolle spielen wird, derzeit besonders im Blickpunkt islamistischer Terroristen steht. Derartige Terroranschläge, die während des NATO-Gipfels konkret nicht ausgeschlossen werden können, gefährden neben den Delegationsmitgliedern auch Leben und körperliche Unversehrtheit einer Vielzahl weiterer Personen wie Sicherheits- und Servicepersonal, Anwohner usw. […]
Neben den üblichen linken Störenfrieden, die man natürlich auch außerhalb von „Wurfreichweite“ halten möchte und die man als „Friedensdemonstranten“ hinter der Absperrung wohl dennoch dulden wird, wird also ziemlich unverblümt die Gefahr, die explizit für Deutschland von unseren zur Wüstenreligion konvertierten Mitbürgern aus droht, benannt. Die Gefährdung ist zwar mal wieder, wie so oft, „abstrakt“ und „konkret nicht auszuschließen“. Kein Grund jedoch, es nicht gesondert hervorzuheben. Die Gefahr, die von übergeschnappten Counterstrikern, frustrierten Jägern, erfolglosen Sportschützen, Hardcore-Pfingstlern, militanten Modellflugzeugbauern und radikalen Sedisvakantisten ausgeht, wird doch jetzt wohl nich völlig ignoriert werden? DAS wäre grob fahrlässig! Und obwohl es sich mit dem Islam und Islamismus so verhält wie mit dem Alkohol und Alkoholismus, hat das aber natürlich nichts mit dem Islam zu tun, wie wir alle wissen. Und dafür stehen wir doch alle gerne im Osterurlaubsverkehr geduldig auf der A5 im Stau. Denn Allah weiss es am besten.

Bild Copyright: „Windrose“ auf pixelio.de

Zum Amoklauf in Winnenden: Versuch einer politisch inkorrekten Nachbetrachtung

Schockiert hat uns alle dieser unvorstellbar brutale Amoklauf von Winnenden letzte Woche, und die Trauerphase hat für viele Menschen, Angehörige und mittel- oder unmittelbar Betroffenen noch nicht einmal begonnen, da setzt auch schon die öffentliche Diskussion ein und es hagelt von überallher „Querschüsse“, wenn man dieses waffenstrotzende Wort einmal im übertragenen Sinn benutzen will. Natürlich war das zu erwarten – so ist es ja immer schon gewesen, ob nach „Erfurt“ oder „Emsdetten“, wo ja bekanntlich auch ein schärferes Waffengesetz daraus resultierte – aber ich erinnere mich auch noch an die Zeiten, als wir in Deutschland noch eine Insel der Glückseligen waren und hämisch mit dem Finger auf die Amokläufe in den USA gezeigt und die dortige Waffenverbreitung als Grundübel der Welt ausgemacht wurde. Nun haben wir jedoch ein schärferes Waffengesetz (wenn ich richtig informiert bin, sogar eines der schärfsten in ganz Europa), wir haben ganze Heerscharen von Schulpsychologen, Sozialarbeitern, Gewaltpräventions- und Antiaggressionstrainings, – ja, RTL schickt deutsche Kinder sogar in den Wilden Westen, um dort asoziales und gewaltstrotzendes Verhalten gruppendymnamisch auszutherapieren – und dennoch passierte „Winnenden“ (und „Wendlingen“, das mittlerweile irgendwie sogar schon wieder vergessen wird, zu erwähnen)! Nur eines steht mittlerweile fest: in unserer Trauer und Hilflosigkeit suchen wir nach einer Antwort auf die Frage „Warum“, nach einer schnellen, plausiblen Antwort möglichst – und erkennen doch nicht, dass selbst die Antwort darauf quasi tautologisch selbst wieder keine Antwort wäre. Denn jedes mögliche logische Motiv (das sich um die Haupt-„Übeltäter“ Computerspiele, Waffenbesitz, Psychische Erkrankung, Erziehung, dreht im Moment) wäre keines, das einen Amoklauf logisch macht. Denn sonst müsste jeder, der Far Cry 2 auf seiner Platte hat, von seiner Freundin verlassen wurde, Depressionen durchmacht oder im Schützenverein ist, zum Amokläufer mutieren. Eventuell ist es in diesem Fall ein Faktorenmix, sehr wahrscheinlich liegt auch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung bei dem Amokschützen vor, aber selbst all dies zusammen erklärt nicht das Unerklärliche. Warum können wir Menschen es nicht akzeptieren, nicht auf alles eine Antwort haben zu können ? Die Kirchen sind bezeichnenderweise auch wieder voll in diesen Tagen, denn für viele ist eine religiöse Hinwendung wieder wichtig. Dabei geht es nicht, wie man vordergründig meinen könnte, um eine Hilfe im Sinne von Begreifen: denn vielleicht mögen manche auch tiefer, philosophischer fragen: Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er, sogar und gerade er, es dann zu, dass junge Menschen von einer auf die andere Sekunde grausam aus dem Leben gerissen werden ? Vielleicht sind einige enttäuscht, es zu hören, aber es ist dann die falsche Fragestellung, denn „ER“ lässt gar nichts zu oder auch nicht nicht zu, wir sind lediglich Seiner Barmherzigkeit unterworfen. Es sind immer die Aktionen von Menschen, die anderen etwas antun, die elementare Gesetze wie Nächstenliebe, Tötungsverbot usw. verletzen, aus welchen Gründen auch immer. Immer wollen wir jemanden verantwortlich machen, am besten jemand anderen, ob dies Gott sei, oder die Waffenlobby oder wen auch immer, statt selbst verantwortlich zu handeln. Und verantwortlich handeln, heisst eben nicht, polemisch und unüberlegt z.B. eine Verschärfung der Waffengesetze zu fordern. An dem Beispiel von Washington, D.C. hat sich gerade gezeigt, dass jahrzehntelanges Waffenverbot die Mordrate keineswegs senkte, so dass das Urteil gegen den privaten Waffenbesitz vom obersten Gerichtshof als Verstoß gegen das Second Amendment letztes Jahr erst aufgehoben wurde. Und zu Recht, wie dieser Artikel, wie ich finde, einleuchtend nahelegt.

Anstatt pauschal auf einzelne Aspekte von Jugendkultur (Computerspiele, „Horror“-Videos usw.) einzudreschen, ist es vielleicht zielführender, eine gesamtgesellschaftliche Debatte zu führen, die sich anhand der wenigen Fakten orientiert, die man hat: Ganz klar haben die Anzahl der Amokläufe in den letzten Jahren zugenommen, Fakt 1, und Fakt 2, es ist überwiegend ein Problem junger, männlicher Einzeltäter, die eine gewisse Faszination für Waffen und einen Hang zum Außenseiter-Dasein haben. Sind es, also sie, vielleicht die Opfer, die unsere schnelllebige, internet-basierte, mediensüchtige-, emotions-, religions- und werterelativistische Gesellschaft, zu Tätern aus ihrer Mitte werden lässt ? Die mit der Auflösung vertrauter Strukturen einhergehende Bedeutungslosigkeit des eigenen Ichs, der eigenen Stärken und des eigenen Selbstvertrauens sie in eine Welt abtauchen lässt, die normalen Menschen nicht mehr zugänglich ist ? Die uns aber auch, solange es nicht zum Eklat kommt, nicht im Geringsten interessiert und die mit der Kommunikationslosigkeit einer „Spaßgesellschaft“ zugedeckt wird ? Ich weiß es nicht, finde nur, darüber wäre es interessanter zu diskutieren, als von blindem Aktionismus geleitet, neue Wort-und Verwaltungsmonster wie „Erziehungspartnerschaften“ oder neue Gesetze zu schaffen.

Auch in Respekt und Trauer mit den Angehörigen der ermordeten Schüler, Schülerinnen und Lehrerinnen der Albertville-Realschule und den unbeteiligten Passanten, die Opfer des Amoklaufes wurden. Und auch in Trauer und Mitgefühl mit den Angehörigen des Täters, deren verlorener Sohn diese Familie in ganz besonderer Tragik für lange Zeiten ins Unglück gestürzt hat.

Das wahre Gesicht der Hamas

So, nachdem heute endlich einmal mehrere Pro-Israel-Demonstrationen stattfanden (z.B. in München, s. hier; eigene Fotos und Videos von der Frankfurt-Demo folgen morgen in einem gesonderten Artikel), muss ich Ihnen, geschätzte Leser, leider den Abend doch noch versauen, denn die Hamas, für die gefühlte 75 % der Deutschen in den vergangenen Tagen auf die Straße gingen, zeigt ihr wahres Gesicht. Nicht gegenüber dem Erzfeind, den Israelis, nein, gegen die eigenen muslimischen Brüder richtet sich ihr Hass von Zeit zu Zeit, d.h. eigentlich immer, wenn der aus Israel importierte Kunstdünger zum Raketenbau  gerade einmal wieder ausgegangen ist und die Langeweile auch durch ausgiebige „Tod Israel“ Sprechgesänge nicht vertrieben werden kann. Dann schnappt sich Hamas-Papi den nächsten Toyota-Pickup-Truck, telefoniert schnell 30, 40 seiner Kumpels herbei, holt die gute, alte Kalaschnikowa unterm Kopfkissen hervor und los geht das fröhliche  „Schiess den abtrünnigen Moslem“! Und die ersten Übeltäter sind schnell ausgemacht, schneller als wie die Feuerwehr ist man schon am Einsatzort, wo eine muslimische Hochzeitsgesellschaft es sich erdreistet hat, dem Laster der Musik und dem Tanz zu frönen. Das darf nicht sein in Shariastan, und so werden die Hochzeitsgäste und andere Anwesende kaltblütig niedergemäht…und die öffentliche Ordnung ist wiederhergestellt. Das ist Gaza im 21. Jahrhundert, das ist das tagtägliche Gaza, wofür momentan in empörten Kampfdemos auf Europas Plätzen und Straßen demonstriert wird! Und da komme mir noch einer und schwafle was von Kriegsverbrechen der Israelis…

Warum deutsche Medien versagen

Wir wollen heute einmal, anlässlich der unumgänglichen und seit Tagen erwarteten Bodenoffensive der israelischen Streitkräfte, ein Streiflicht auf die deutsche Medienlandschaft werfen und aufzeigen, wie dort von sog. „Experten“ eine einseitige Propaganda und Schwarzmalerei ohnegleichen betrieben wird. Nehmen wir z.B. das gute, altehrwürdige zdf mit seinem Online-Angebot zur sich ebenso seriös gebenden „heute“-Sendung und schauen wir uns einmal an, was ein gewisser Seppel, äh, Sippel, seines Zeichens Karl Sippel, da so von sich geben darf.

Es fängt schon an mit der provokativen Überschrift:

Warum Israel den Krieg nicht gewinnen kann

Experten sind skeptisch: „Hamas ist nicht zu besiegen“

Aha. Israel kann also gar nicht gewinnen. Hat es wohl verlernt, seit dem Sechs-Tage-Krieg. Schon ist der Leser damit einseitig in eine Richtung gestimmt, die Skepsis wird ihm quasi aufgedrückt. Diese hinten offenen „Warum..“ Sätze sind übrigens seit einiger Zeit in allen Medien überaus populär geworden, wahrscheinlich hält man die Leserschaft schon für zu verblödet, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Das hier zweckentfremdete Fragewort „Warum“ suggeriert nämlich unterbewußt, das eine Tatsache eigentlich schon feststeht und man jetzt nur noch die genauen Gründe quasi wie in Listenform nachliefert. Und im Subtitel wird einem auch noch schön das Wort „Experten“ untergeschoben, ein Signal dafür, dass man das Gehirn jetzt ja gleich abstellen kann, denn nun folgt – aufgepasst – unantastbares Profi- und Faktenwissen. Und auch inhaltlich gibt es schon hier die volle Depressions-Kost: Eigentlich hat gegen die Hamas keiner eine Chance. Vielleicht hätte man es sogar noch in substantiviertem Latein-ähnlichem Deutsch so ausdrücken sollen: Die Hamas ist eine nicht zu Besiegende. Aber nun weiter im Text:


„Israelische Truppen liefern sich heftige Gefechte mit Hamas-Kämpfern – auf den ersten Blick ein ungleicher Kampf: Hochmoderne Panzer und Kampfhubschrauber rücken gegen Männer mit Kalaschnikows und einfachen Panzerfäusten vor. Aber der Schein trügt.“

Oh-ho-ho. Was will uns das sagen? Beware of the underdog. Warum wurden eigentlich Kampfpanzer und Hubschrauber erfunden, wenn ihre Kampfkraft so gering ist ? Es ist ja noch kein wirklicher Häuserkampf – bis zum Zentrum Gazas ist man ja noch nicht vorgedrungen. Dort ist natürlich auch ein RPG- oder ein AK47-Kämpfer in einer besseren Position, aber auch nur deshalb, weil mit Rücksicht auf die Zivilbevölkerung von den Panzern und Hubschrauber nicht alles in Schutt und Asche gelegt wird. Wäre dies ein Konflikt nach den Regeln des WWII, dann wäre für die Hamas Schluss mit lustig. Aber nein, der Schein trügt natürlich.

„Denn die Hamas setzt auf Guerilla-Methoden, die die Hisbollah-Miliz im Libanon-Krieg schon gegen Israel eingesetzt hat. Damals musste Israel sich aus dem Libanon zurückziehen, ohne sein Kriegsziel erreicht zu haben: die Befreiung zweier entführter Soldaten.“

Ja, damit geben sie heute noch alle an, die Israelkritiker. Der glorreiche „Erfolg“ der Hisbollah. Aber wenn man genauer hinschaut, haben die ja auch nichts gewonnen in diesem Krieg. Militärisch wurden sie geschwächt und würden sie nicht vom Iran heimlich unterstüzt, dann wäre Israel vielleicht mehr Erfolg beschieden gewesen. Aber durch die Halbherzigkeit des Vorgehens und die auch damals schon grosse Kritik aus dem Ausland wurde die Offensive nicht erfolgreich abgeschlossen, so müsste man es wohl formulieren. Die entführten Soldaten wurden übrigens feige und heimtückisch ermordet und die Familien später bei der Austauschaktion (gegen eine Überzahl islamistischer Gefangener) über diese Tatsache getäuscht und im Unklaren gelassen.

„Auch in diesem Kampf wird es für Israel schwer werden, seine Ziele zu erreichen, meint Gunter Mulack, Direktor des Deutschen Orient-Instituts. „Der Beschuss Israels müsste vollständig aufhören und Israel müsste die Rädelsführer der Hamas ausschalten.“ Nur dann wäre die Bodenoffensive für Israel tatsächlich ein Erfolg.“

Schwer ist nicht gleich unmöglich, liebe Leute. Alles Wichtige im Leben zu erreichen ist mehr oder weniger schwer, man muss es aber versuchen. Genau deshalb strengt sich Israel ja diesmal so an.

„Doch das sei schwer zu erreichen. Denn auch wenn es Israel gelänge, die gesamte Führungsebene der Hamas auszuschalten, sei die Organisation noch lange nicht am Ende. „Die Hamas ist eine Hydra, man kann sie nicht besiegen“, sagt Mulack. Denn es stünden genug frustrierte radikalisierte junge Männer bereit, um die Plätze von getöteten Hamas-Mitgliedern einzunehmen. Ähnlich schätzt auch der Nahost-Experte Michael Lüders die Lage ein: „Die Hamas ist eine Massenbewegung und keine kleine Terrororganisation. Man kann sie nicht besiegen.““

Ok, schon wieder das Wort schwer. Was auch sonst. Mich würde mal interessieren, was diese Herren an Alternativvorschlägen zu bieten haben. Hurra, wir kapitulieren oder wie ? Oder kill them all ? Oder was ? Noch nie war in der Geschichte der Menschheit ein Volk, eine Armee, eine Ideologie oder was immer unbesiegbar. Die Stärke fängt ja im Kopf an, und wer seinen Gegner schon so überhöht, ob aus Angst vor dem radikalen Islam oder vor was auch immer, der spielt denen natürlich in die Hände und untergräbt die Hoffnung der freien Welt.

„Auch ein vollständiger Stopp des Beschusses Israels ist nach Meinung von Experten nur kurzfristig zu erreichen. „Vielleicht ist für die nächsten Monate Ruhe, aber langfristig wird sich sicher nichts ändern“, sagt Mulack. Grund dafür sei vor allem die einfache Bauart der Raketen. Viel mehr als ein paar Rohre brauche man dafür nicht. Zwar schwäche die Offensive die Infrastruktur der Hamas, aber langfristig werde sie wieder in der Lage sein, Raketen auf israelisches Gebiet abzufeuern.“

Schon wieder diese Mär von den Raketen im Selbstbausatz. Schon einmal mit ein paar Rohren versucht, eine Rakete im Garten zu basteln, die 25-40 km weit fliegt ? Die Dinger nannte man auch mal Stalinorgeln, oder je nach Typ Kassam bzw. Katjuscha-Raketen. Natürlich sind sie, verglichen mit modernen Explosivgeschossen, relativ einfach herzustellen, aber man braucht schon eine gewisse Infrastruktur dafür. Das Problem sind nicht nur einfach zu bauenden Raketen, das Problem ist die Hass-Ideologie und der Überschuss junger, aggressiver Männer ohne Zukunft (der sog. youth-bulge) in der arabischen Welt, die der gewaltbereite Islam nur allzu gern unter seine soziale Fittiche nimmt.

„Es wird keinen Sieger in diesem Krieg geben“, fasst Lüders seine Einschätzung der Lage zusammen. „Die Hamas wird kurzfristig den Raketenbeschuss einstellen und sich dann rächen – vielleicht sogar mit Selbstmordanschlägen in Israel.“ Profitiert von dem Krieg hätten bis jetzt nur die radikal-islamischen Organisationen im gesamten Nahen Osten, sagt Lüders. „Denn durch den Krieg werden die gemäßigten Kräfte geschwächt und die radikalen werden neue Anhänger dazu gewinnen.“

Man kann es fast schon nicht mehr hören. Die „gemäßigten Kräfte“. Phrasendreschmaschine, ick hör dir trappsen! Was in der Region des Nahen Ostens als gemäßigt gilt, würde man hier teilweise immer noch irgendwo zwischen Spätmittelalter und Frühkolonialzeit einordnen, so menschenrechtstechnisch betrachtet. Ich vermute ja, dass da ein schwerer Freud`scher Schuldkomplex irgendwo in der Geschichte unserer Zivilisation in den letzten 50 Jahren entstanden sein muss, der in etwa diesem Muster folgt: “ Tust du dich wehren, bist du schuld, weil du den anderen radikal werden lässt. Wehrst du dich nicht, tja, dann ist es eh egal, weil damit gestehst du deine Schuld und Minderwertigkeit ein und der andere wird dich mit Recht beherrschen.“ So wird eine Loose-Loose-Situation konstruiert, die keinen Platz mehr lässt für Hoffnung, Freiheit, Prosperität, Achtung menschlichen Lebens und dem Einstehen für diese Werte.

Traurig auch, dass uns ein öffentlich gefördertes Programm so etwas unter die Nase reibt. Und dann wundern wir uns, wenn uns als Nation dann German Angst, Naivität und Pessimismus nachgesagt wird! Also mich wundert nix mehr, selbst wenn morgen das ZDF verkündete, die Hamas habe in Mainz ihre erste Zweigstelle von Al-Aqusa TV eröffnet…

Deutschland 2009: Die Hamas ist unter uns

islamischerfriede1So wie auf dem Bild nebenstehend sieht wohl islamischer Friede aus: eine israelische Fahne wird verbrannt, nein nicht im Ausland, sondern auf der bislang größten deutschlandweiten Demonstration gestern in Frankfurt am Main (angeblich 10.000 Teilnehmer). So weit ist es also schon gekommen in dem Land, dass einst für den Genozid an den Juden, für die Shoa und Staatsgründung Israels direkt ursächlich war. Aber wurden die beiden Testosteron-geschwängerten jungen Hamas-Symphatisanten da auf dem Bild etwa für ihre Straftat verhaftet ? Natürlich nicht, wäre ja auch ein Affront gegen das stolze Palästinenser-Volk. Und man sieht ja eindeutig, wie deutlich sich die Menge von dem Flaggen-verbrennenden Akt distanziert und angewidert abwendet *Ironie off*.

Aber wie wird in den Medien berichtet ? Wo man auch hinschaut, hinliest oder hinhört, ist immer die Betonung auf „friedlichen“ Demonstrationen. Aha, so sieht also die Aufforderung zu Frieden aus:  man verbrennt die Flagge seines Nachbarn, man nimmt den Sohnemann in Selbstmordattentäter-Verkleidung huckepack (wie neulich auf einer Pali-Demo), man skandiert Aufrufe zum Völkermord und zur Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und man benimmt sich auf den Demos wie die letzte Sau, ganz einfach. Hm, ok, ist vielleicht einen Tick nicht ganz so friedlich wie z.B. die Weltjugendtage der Katholiken. Aber, wie wir alle wissen, Hauptsache, es wurden keine Polizisten niedergeprügelt oder Autos angezündet wie in Frankreich über Silvester. Dann ist für uns Deutsche schon alles gut und die Pazifisten mit den grünen Flaggen und den karierten Küchentüchern Halstüchern treten brav per S-Bahn ihren Heimweg an, wie es der Pressebericht der Frankfurter Polizei so schön formuliert. Wie erbärmlich von der Hamas, für ihre treuen Anhänger abroad nicht mal ordentliche Transportmittel in der Klasse von Porsche Cayenne, Audi Q7s oder VW Touaregs organisieren zu können!

Bild Copyright: dpa, in fr-online (verkleinert)

Der „schüchterne“ Till

tills1

Ja, wir geben es gerne und auch schon im Vorfeld zu: dies wird ein Artikel aus dem Bereich „Klatsch & Tratsch“, oder „Aufgeschnappt aus Frauenzeitschriften“, oder auch wahlweise „Warum Prominente zu gewissen Themen besser schweigen“. Es stand aber so wortwörtlich in den Online-News, z.B. bei SpOn, und wahrscheinlich ist es schon bald in allen deutschen Frauenzeitschriften drin.

Es geht um Till Schweiger, der laut „In“, einem „Star und Style-Magazin„, gesagt haben soll, dass Monogamie totaler Blödsinn sei und sich die Kirche das alles ausgedacht habe. Mal abgesehen davon, dass wir Till Schweiger schon seit langem weder einen Star-Status und schon gar nicht einen besonderen Style attestieren können (es sei denn, ein festgefrorenes Grinsen im Gesicht deutete man so), ist seine Aussage einfach – auf gut deutsch, sorry Till, – hahnebüchener Unsinn.

Nicht nur, dass man den leichten Eindruck bekommt, dass er gar nicht so genau wüßte, was Polygamie ist (mehrere Partner nebeneinander, nicht nacheinander, ne ?), nein seine Aussage ist an sich inhaltlich untragbar. Der erste Teil mag ja seine eigene Meinung sein und sein (bewegtes Mann-) Sexualleben geht ja eigentlich keinen etwas an. Mir ist zwar nicht bekannt, dass er selbst mit mehreren Partnern gleichzeitig leben würde, aber sei es drum. Angeblich sei er zudem ja eher der schüchterne Typ. Passt alles zwar irgendwie nicht, aber gut, sei es drum (oder sind stille Wasser doch tief ?) Ad acta.

Aber dass was er im zweiten Teil mit der Kirche behauptet, ist mal wieder Ausdruck eines dumpfen Hasses auf den Sündebock Kirche (zumeist die katholische natürlich, nicht etwa die orthodoxe) und wie mir scheint, Ausdruck eines allgemeinen Hasses auf alles, was menschliches Leben gewissen Regeln, oder sagen wir Vorbildern eher, unterwirft. Dazu ein einfaches Gedankenspiel: wenn die Kirche wirklich die Monogamie erfunden hätte, warum leben dann heute, in einer Zeit, wo sich kaum einer noch freiwillig irgendwelchen institutionellen Zwängen im Alltag unterwerfen muss, immer noch die grosse Mehrzahl der Menschen freiwillig in einer Zweier-Beziehung ? Haben die alle Angst vor Exkommunikation? Wieviele Menschen sind denn noch wirklich strenggläubig in westlichen Gesellschaften ? Mag sein, dass diese Beziehungsform (im besonderen ein heterosexuell, bis zum Tode verheiratetes Pärchen) die bevorzugte Lebensgemeinschaft für die Kirche ist, aber das doch auch nicht ohne Grund. Die Kirche sieht die Ehe (und konsequent die Zweierbeziehung) als Keimzelle menschlichen Lebens und überdies als sakramental an, d.h. von Gott als gut gewollt und sinnvoll für die Erziehung und das Zusammenleben mit den daraus hervorgehenden Kindern. Oder wollten sie als Kind gerne mehrere Mama-Personen haben ? „Mammae“ ist die lat. Bezeichnung für die weibliche Brust, und drückt damit ja schon im Wort die Säuge-Funktion und die Einmaligkeit der Mutter-Kind-Beziehung aus. Und nein, wir werden nicht von Eva Hermann bezahlt, aber es stimmt wirklich, auch die Wissenschaft hat in neuerer Zeit gerade immer wieder dieses manchmal rätselhafte, enge Kind-Mutter-Bindungsphänomen erforscht und die Bedeutung dessen für die frühkindliche Entwicklung hervorgehoben. Und Schweiger fordert ja gar,  in der Pose des Frauenrechtlers, in einem späteren Teil des Interviews, dass auch Frauen sich mehrere Partner auf einmal gönnen sollten. Tun sie doch schon längst, mag da manch einer auf den gestiegenen Anteil auch fremdgehender Frauen in Partnerschaften verschmitzt hinweisen, doch so lustig ist das ganze dann meist im echten Leben nicht. Wer mal nachts „Domian“ auf 1live eingeschaltet hat, der weiss wovon ich rede. Der aus diesen Dingen resultierende Vaterschaftstest und die ewigen Querelen darum mögen als feiner Hinweis genügen.

Wie gesagt: jeder soll im Prinzip leben, wie ihm lustig ist, solange er keinem dabei schadet, aber dennoch gibt es Sinnvolles und weniger sinnvolle Dinge, die man tun kann. Die Kirche will nicht, dass wir alle wie Heilige leben, denn das sind wir nicht (und auch die Kirche selbst gesteht mittlerweile Fehler ein), sie zeigt lediglich einen Weg auf, der in ihren Augen (und in denen vieler anderer) ein Vorbild für uns sein kann. Und nen Krieg ham wer im Moment auch nicht, wo ein Mann mehrere Frauen versorgen müsste, wie man oft von Muslimen als Argument für die Vielweiberei entgegengehalten bekommt.

Also Till: no offense, entspann dich, spiel lieber schau als Interviews zu geben – und lass die Finger von so Uwe-Boll Gurken wie „Far Cry„. Denn in manch anderen Produktionen warste ganz passabel. Und bei den guten deutschen Schauspielern wirds eh eng…

Bild copyright: imbd, wire image

Belgien: Knapp einem Terroranschlag entgangen?

platz_belgienWie mehrere Online-Medien (stern.de und ard.de) übereinstimmend (allerdings unter „ferner liefen“) berichten, hat die belgische Polizei wohl wieder mal nur knapp einen bevorstehenden Terroanschlag von Islamisten verhindert, möglicherweise auch für Europa oder gar Belgien geplante. Vierzehn Personen mit Nähe zu Al Kaida wurden festgenommen, darunter einer, der bereits sein Testament in Form von Abschiedsvideos erstellt hatte. Was das heisst, wissen wir alle bzw. haben wir 2005 in London gesehen. Kann man jetzt alles natürlich wieder von zwei Seiten sehen: die einen sehen es als Spiel mit dem Feuer, als Tanz auf dem Vulkan an, was wir hier in Europa betreiben, d.h. dass von Seiten der Polizei und der Dienste bis zum letzten Moment gewartet wird, um die Beweislage voll ausschöpfen zu können. Die anderen werden es als erfolgreiches Beispiel für gelungene Polizeiarbeit anführen. Ich denke mal, es kommt noch ein  dritter, nicht unwesentlicher Faktor hinzu: die (zum Glück) grosse Dummheit und Unbedarftheit der oft Möchte-Gern Terroristen, die entweder nicht merken, wie nahe ihnen die Cops schon sind oder die wechselweise ein Chemie-Bildungsdefizit haben bzw. ihnen computertechnisches Wissen zur Abhörsicherheit fehlt.

Andererseits natürlich dürften sich diese Zeiten ändern und das Leben der Sicherheitsbehörden erheblich erschweren, wenn es Al-Kaida und Co. gelingt, immer mehr frustierte Konvertierte und Radikale aus höheren Bildungsschichten anzusprechen, die z.B. eine deutsche Universitätsausbildung durchlaufen haben. Als Einheimische fallen diese weder optisch noch sozial dann auf, und können unerkannt in der Alltagsgesellschaft untertauchen. Bei all dem Multikulti- oder Mono-Südländer-Kult mancher Großstädte fällt heute schon lange niemandem mehr irgendetwas auf, auch weil die Gleichgültigkeits-Gesellschaft westlicher Prägung jeden sein Süppchen kochen lässt. Und sei die Suppe noch so ungeniessbar.

Die zweite Auffälligkeit ist, dass es mit Belgien wieder einmal eines der kleinen, ultraliberalen Einwanderungsländer mit Übersee-Bezug erwischt hat. Dort haben sich, wie bereits in den Niederlanden und teils auch in Dänemark, schon massive Parallelgesellschaften etabliert, die vom Staat kaum noch zu überblicken sind und wo schon längst eigene Gesetze gelten. Der Rückzug des Staates aus dem Privaten, der ja an sich begrüßenswert ist, wird dort eiskalt von Gegnern unseres demokratischen Grundwesens gegen die Zivilgesellschaft ausgenutzt.  Da werden noch krasse Zeiten auf uns alle zukommen, besonders auf die junge Generation, soviel ist mir jedenfalls jetzt über die Jahre klar geworden. Vielleicht sollte man mal mehr darüber nachdenken, anstatt das in den Randspalten der Nachrichten einfach so stehen zu lassen.

PS.: Der Platz in Brüssel auf dem Bild oben heisst übrigens „Platz der Märtyrer“. What a weird coincidence…

Bild: Copright halmackenreuter, auf pixelio.de


Zitat der Woche

All the great things are simple, and many can be expressed in a single word: freedom, justice, honor, duty, mercy, hope. (Winston Churchill)

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