Archive for the 'TV' Category

Mal was Off-Topic: Der Raab wurde geschlagen,…

sdr…und zwar so was von, dass man sich selbst als neutraler Fernsehzuschauer nur schwer eines breiten Grinsens erwehren konnte, als der Kandidat Nino Haase die von Raab unabsichtlich perfekt gelegte Billiardkugel mit dem letzten, entscheidenden Stoß um 1.30 nachts in der nahen Tasche versenkte. Ja, ich gebe es zu, ich bin einer dieser Verrückten, der sich diese telegene Form des modernen römischen Zweikampfs auch regelmäßig und gerne anschaut. Das Haase-gegen-Igel, ähem Pardon, -Raab Wettrennen, -skaten, -schwimmen, -fußballern, -raten ist auch einfach zu spannend. Ich möchte mal mit Verlaub behaupten, es ist tatsächlich im Moment die spannendste Samstagabend-Sendung im dt. Fernsehen (was vl. auch etwas über die Qualität des sonstigen Fernsehprogrammes einiges aussagt, wenn Sie so wollen). Hier aber einige psychologisch und philosophisch angehauchte Überlegungen meinerseits, was den Reiz und auch unbestrittenen Erfolg von Raab ausmacht – ja ihn sogar für die ARD und ihr erneutes Eurovisions-Debakel mit Alex sings, Oscar fu*** it up (oder so ähnlich) attraktiv gemacht hat:

1. Das personifizierte Duell-Prinzip: absolut ehrlich, absolut einfach, für jeden verständlich: das sind die Regeln, beide haben die gleichen Bedingungen, der Bessere gewinne. Wobei die Kandidaten in den Einspiel-Filmchen, so meint man vielleicht anfangs, sogar meist wahre Tausendsassas sind – sportlich, vielseitig, intelligent, geradezu heiß auf den Kampf mit Raab. Dieser hat natürlich, und das wissen jetzt alle nach den vielen Shows und seiner Erfolgsserie, den psychologischen Vorteil, nicht so nervös sein zu müssen und er ist eben eine wahre Kämpfernatur, die niemals aufgibt. Und er kennt sich bei Promi-Raten usw. meist besser aus. Also quasi gleichgezogen mit dem Kandidat – das garantiert eine spannende Ausgangslage.

2. Der Abwechslungsreichtum der Show: die Produzenten lassen sich immer wieder mal etwas neues einfallen, kein Spiel ist wie das andere, auch nicht wie die anderen der vorangegangenen Shows. Sportspiele wechseln mit Wissensspielen ab, das Tempo ist meistens hoch, d.h. bis auf die unsäglichen Werbepausen und die Nerv-Mitmach-Aufforderungen gibt es kaum Unterbrechungen. Die Kürze der Spiele sorgt für stete Abwechslung (gut, außer man verschätzt sich mal wie beim englischen Fußball in der vorletzten Sendung, das kein Ende zu nehmen schien). Und oft sind wirklich innovative oder zumindest modifizierte Regeln bei den Sportspielen dabei, die alles noch interessanter machen.

3. Die ausgeklügelte Punktevergabe: bei jedem der insgesamt 15 Einzelspiele gibt es mehr Punkte zu holen als bei den jeweils vorangegangenen, bereits ausgetragenen Spielen des Abends. Dadurch besteht, zumindest wenn man nicht in Riesenrückstand gerät, immer die Chance, mit dem nächsten Spiel wieder mit dem Gegner gleichzuziehen oder sogar aufzuholen. Dadurch bleibt es bis zum Schluß spannend, und oft, wie man zuletzt gesehen hat, entscheidet dann das oder die letzten Spiele über Sieg oder Niederlage. Nicht nur, dass dies geschickterweise Pro7 einen langen Werbeabend und eine hohe Quote sicherstellt, nein – es weckt eben auch die archaischen A Fight to the death– Reminiszenzen im menschlichen Gehirn. Man sieht ja förmlich, wie die Kandidaten sich physisch verausgeben und wie manchmal dann doch die Kopfstärke am Ende ein Duell entscheiden kann. Und es geht ja mittlerweile auch um Unsummen, die man als Privatmensch nie im Leben sich selbst  verdienen oder erkämpfen könnte (außer man zieht eine kriminelle Karriere in Betracht).

4. Die Witzigkeit und Spontanität der Show: Es ist manchmal schon zum Totlachen, wie ernst da von einer professionellen Stimme besonders die Sportspiele kommentiert werden, gerade so, als wäre man auf einer Weltmeisterschaft und schaute Profis zu. Da es aber keine geübten Profis sind, fällt ja oft deren Hilflosigkeit in den Spielen ins Auge und erheitert ungemein. Auch wie ernst da immer nachgefragt und jedes Detail erklärt wird, ist schon kurios, aber eben richtig witzig. Der Live-Charakter der Show und die Showfigur Raab tragen dazu natürlich das ihre bei.

Also wenn das so weitergeht, prophezeihe ich Raab mal eben so jetzt einen ganz bekannten Sendeplatz Samstags um 20.15 beim ZDF. Wer hätte das gedacht.

Nur eine Frage bleibt offen: was macht das arme Schwein, das die 6 (!) -in Worten: sechs – Autos da auf einmal gewonnen hat? Die Parkplatzsuche wird – uh, hm…sagen wir vertrackt…

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TV-Tipp: stern.tv über die Terrorbrüder aus Deutschland

tvtippEtwas knapp, aber wir wollten trotzdem darauf hinweisen, vielleicht sieht es ja der eine oder andere: heute abend, bei stern.tv auf RTL, ist eines der Themen die beiden Terror-Brüder aus Bonn, also die zwei deutschen Islamisten, die jetzt per Video-Botschaft schon zum dritten Mal zum heiligen Krieg gegen Deutschland aufrufen. Außerdem: der Islam-Aussteiger Barino gibt wieder ein – bestimmt sehenswertes – Interview über die „Friedensreligion“.

TV-Tipp: Für Allah und Vaterland

tvtipp

Wer sich heute abend im sonst meist unsäglichen TV-Programm, zwischen rheinischem Frohsinn, Karneval und Superstar-Gedöns auf allen Kanälen, einmal etwas Dokumentarisches gönnen möchte: die ARD zeigt heute abend um 22.45 die Dokumentation „Für Allah und Vaterland“. Es soll gezeigt werden, was und wer hinter den zahlreichen Moschee-Großbauprojekten in Deutschland steckt, insbesondere das Verhalten der türkischen DITIB, eine staatliche Religionsbehörde, als Großauftraggeber wird (hoffentlich auch kritisch) beleuchtet.

Obama und McCain: heute Nacht, live im Duell!

Wer morgen, respektive eigentlich heute, ausschlafen kann, sollte es nicht verpassen: in Kürze, etwa gegen 3.00 Uhr (MEZ) nachts überträgt das Erste und CNN live das erste grosse Fernsehduell zwischen John McCain und Barack Obama. Man darf gespannt sein! Die Livestreams gibt es auch im Internet: bei der ARD unter diesem Link, bei CNN klicke man hier ( evt. muss an dieser Stelle vorher noch ein Plugin heruntergeladen werden). (Bildquelle & Copyright: http://www.scpr.org/, Shoemoney Media Group, verändert)

Amerika ehrt die Opfer des 11. Septembers

Jetzt live auf N24 bzw. im N24-Livestream im Internet: Amerika ehrt die Toten der Anschläge vom 11. September 2001 mit Gedenkfeiern in New York und Washington. Gleichzeitig wird an der Stelle des Einschlages von American Airlines Flug 77 in das Pentagon die Gedenkstätte für die 184 Opfer eröffnet. Für jeden Getöteten im Pentagon und an Bord des Airliners ist eine Sitzbank mit dem eingravierten Namen aufgestellt worden, unter denen das „water of life“, also jeweils ein kleiner Bach angelegt wurde. Zusätzlich wurde für jedes Opfer der Anschläge ein Baum gepflanzt, als Symbol des Lebens und der gleichzeitigen Erinnerung. Auch das Alter der Getöteten (vom 3-jährigen Kind bis hin zu einem 71-jährigen Erwachsenen) ist symbolisch in die Gestaltung der Außenmauer der Gedenkstätte miteinbezogen worden. Eine sehr angemessene und zum Nachdenken anregende Form der Erinnerung, wie ich finde. Im Gegensatz zu uns Europäern ehrt Amerika seine Gefallenen sowie die zivilen Opfer von Terroranschlägen viel mehr, wie man wieder einmal feststellen kann. Oder wo sind die Gedenkstätten in Deutschland für die bei den Anschlägen damals umgekommenen Deutschen, wie z.B. Christian Adams aus Biebelsheim ? Wo sind die Straßen, Plätze, Gymnasien, die nach ihnen benannt wurden ? Jedenfalls sind sie, wenn es sie geben sollte, bisher noch nicht ins öffentliche Bewusstsein gedrungen.

Gedenken an den 11. September

Heute ist zwar erst der 10. September, aber wir müssen es schon einmal aus aktuellem Anlass vorweg nehmen: Morgen jähren sich die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon zum siebten Mal, und es ist einmal wieder interessant zu sehen, wie oder ob diesmal dieses historische Ereignis seine angemessene Repräsentation in den deutschen TV-Medien findet. Dazu zeigte das ZDF bereits gestern den Film „Flug 93“ von Paul Greengrass im Hauptprogramm um 20.15 Uhr – einer der emotionalsten und akribisch nachgezeichnetsten 9/11 – Filme der jüngsten Zeit, die ich kenne. Im Anschluss daran lief eine gute und ausnahmsweise einmal seriös gemachte Dokumentation, in der vor allem Angehörige und den Opfern Nahestehende zu Wort kommen (wer es verpasst hat, hier in der Mediathek des ZDF kann man sie in voller Länge nochmal sehen). Endlich einmal ein sinnvoller Beitrag also von den Öffentlich-Rechtlichen – seltsam ist nur, dass diese Art von Sendungen schon zwei Tage vor dem Jahrestag ausgestrahlt werden – hat man Angst vor der privaten Konkurrenz morgen ? Wohl kaum, denn auf den restlichen Sendeplätzen herrscht am 11. September gähnende Leere, bis auf zwei wenig ergiebige, aber quotenheischende „Dokus“ zur Nebensendezeit: RTL II zeigt um 23.10 „Schicksalsreportage -9/11 Sprung in den Tod“ und bei VOX wird der Verschwörungsquatsch wieder aufgewärmt („9/11 Mysteries“ läuft um 22:50). Na ja, immerhin besser als nichts – das nennt sich in Deutschland dann wohl Grundversorgung. Wer mehr und nähere Informationen, Hintergründe, Würdigungen der Opfer dieses für uns alle schicksalhaften Tages der Weltgeschichte erfahren will, wird wohl amerikanische Nachrichtensender oder das Internet dann bemühen müssen.

TV-Tipp: Koran im Kopf II – der Ausstieg aus dem Islam

Man soll es ja kaum für möglich halten, aber es gibt sie doch immer wieder: die Fälle, wo nicht nur in den Islam hineinkonvertiert wird, sondern wo auch der in ihrem Selbstverständnis „wahren Religion“ der Rücken gekehrt wird. Einen besonders aufsehenerregenden Fall bietet uns der WDR heute abend, 22.30 Uhr: es geht in „Koran im Kopf Teil II“ wieder um den jungen (Ex-)Muslim Barino, der als Sohn christlicher Eltern mit 18 zunächst zum Islam konvertierte, sich dann im Umfeld der Abu Bakr Moschee immer mehr radikalisierte, bis er schließlich zu einem waschechten Islamisten wurde. Als er jedoch die Denkverbote, die der Islam ihm auferlegte, immer mehr als Belastung empfand („geistige Gefangenschaft“), kehrte er dieser Religion den Rücken und stieg aus dem Islam aus. Was ja, wie mittlerweile auch einem breiteren Publikum bekannt sein dürfte, nicht ganz ungefährlich ist – denn Apostasie ist, jedenfalls nach dem Verständnis der meisten Islamgelehrten, mit dem Tode zu bestrafen. Man kann dem jungen Mann nur alles Gute wünschen für seinen mutigen und richtigen Entschluss. Letztendlich ist er mittlerweile auch zum Christentum gekommen und hat sich taufen lassen.


Zitat der Woche

All the great things are simple, and many can be expressed in a single word: freedom, justice, honor, duty, mercy, hope. (Winston Churchill)

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